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Nach den Wahlen in Hessen und Niedersachsen wird weiter über einen Linksruck und die SPD diskutiert. So schreibt in München die Süddeutsche ZeitungDie eigentliche Debatte, die auf die SPD wartet, ist eine innerparteiliche. Die stellvertretende Vorsitzende Andrea Nahles hat recht, wenn sie fordert, dass zum Beispiel Antworten auf den Frust der Arbeitslosen gefunden werden müssen, die zur Linken marschiert sind. Wenn Kurt Beck jetzt eine solidarische Mehrheit beschwört, die irgendwie aus SPD, Grünen und der FDP bestehen soll, dann ist das ein Manöver, das an die Regierung führen soll, bevor die Klärung in der eigenen Partei geleistet worden ist. Das aber ist die falsche Reihenfolge. Nur eine SPD, die sich ihrer selbst gewiss ist, kann über die notwendigen Zugeständnisse für eine Zusammenarbeit mit der FDP überhaupt verhandeln. Die Sozialdemokraten laufen Gefahr, sich lieber kurzfristig Macht zu leihen, als langfristig wieder eigene Stärke zu entwickeln.------------------------------In Ludwigshafen kommentiert RheinpfalzDas Aufkommen der Linkspartei ist auch als Reaktion zu verstehen auf Entwicklungen im Wirtschaftsleben, die bis weit in konservative Kreise hinein auf Kritik stoßen. Manager, die ohne Bedenken üppigste Erhöhungen ihrer ohnehin hohen Bezüge kassieren, nähren die Zweifel am Wirtschaftssystem ebenso wie die Art und Weise, wie ein Konzern wie Nokia die Belegschaft eines profitablen Werks quasi im Handstreich vor die Tür setzt. Die Marktwirtschaft und einige ihrer Repräsentanten müssen aufpassen, dass sie sich nicht selbst nach und nach die in Demokratien unabdingbare Legitimationsgrundlage entziehen und radikalen Kräften in die Hände spielen.------------------------------Die Lage in Kenia und einen möglichen Ausweg erörtert in Paris Le MondeKenia schien eine Insel des Wirtschaftswachstums und der Stabilität im unruhigen Ostafrika zu sein. Ist das Land jetzt in eine dieser zerstörerischen Spiralen der Gewalt geraten, von denen es auf dem Kontinent schon zu viele Beispiele gibt? Einen Monat nach der Präsidentschaftswahl, nach der der Amtsinhaber Mwai Kibaki zum Sieger erklärt wurde, können die zunehmenden Zusammenstöße zwischen den Stämmen diese Frage nur bejahen. Auch wenn der Druck der internationalen Staatengemeinschaft jetzt zunehmen muss, dürfte seine Wirkung begrenzt sein. Die Afrikanische Union, die vom 31. Januar an ein Gipfeltreffen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba abhält, muss ihre Fähigkeit beweisen, afrikanische Lösungen für die Krisen zu finden, die den Kontinent erschüttern.

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