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Zur Diskussion um Schäuble "Süddeutsche Zeitung" Angela Merkel geht mit Wolfgang Schäuble so um, wie einst Helmut Kohl mit Richard von Weizsäcker umgegangen ist: unfair. Sie hält ihn hin, sie will sich nicht erklären - und erklärt durch dieses Verhalten, dass sie ihn eigentlich nicht will. Sie demütigt ihren Vorgänger durch demonstrative Nichtbeachtung. Ein Zeichen von Stärke ist das nicht. Nicht jeder Cunctator siegt am Ende. Angela Merkel wird sich schließlich mit der Nominierung Schäubles zum Präsidentschaftskandidaten der CDU/CSU abfinden müssen, weil ihr andere - nämlich Stoiber und die CSU - die Entscheidung mit klammheimlicher Freude aus der Hand genommen haben.Zur Debatte um die Steuerreform meint die "Märkische Allgemeine"Die CSU legt lediglich ein Steuersenkungsmodell vor, während das Merz-Konzept eine tatsächliche Reform mit durchgreifender Lichtung des Regelungsdschungels wäre. Von den derzeit vorhandenen 69 Ausnahmetatbeständen im deutschen Steuerrecht will die CSU lediglich 13 streichen. Merz hingegen will drei übrig lassen. Stoiber senkt die Steuersätze in Merz sche Regionen, ohne Vergünstigungen in großem Umfange abzuschaffen. Fazit: Bei der CSU bleibt der Rechnungs- und Absetzwahn am Jahresende. Und der nominale Steuersatz wird weiterhin mit dem tatsächlichen nichts zu tun haben.Den Parmalat-Skandal kommentiert"La Repubblicca"Von Tag zu Tag wird der Verdacht größer, dass die Zeche, die die Bürger werden zahlen müssen noch viel höher ausfallen wird als jenes "Schuldenloch", das auf 10 Milliarden Euro geschätzt wird. Die Rating-Agenturen müssen entscheiden, ob sie sogar das Schatzministerium und das italienische Defizit unter Beobachtung stellen sollen. Eine eventuelle Absenkung des italienischen Ratings hätte eine schwerwiegende Bedeutung. Es wäre das erste Mal, dass das Misstrauen der weltweiten Investoren ein Sicherheitskordon rund um ein Land zieht, das dem Euro angehört.Zu der Dollarschwäche meint"Le Monde"Die USA sind dabei, zu einem der größten Schuldner-Länder der Welt zu werden. Und China, das Land, das der amerikanische Präsident George W. Bush vor knapp drei Jahren noch "strategischen Gegner" nannte, ist dabei, zum ersten Gläubiger der USA zu werden. China rückt an die Stelle, die Japan in den 80er Jahren innehatte. Doch dabei darf man nicht vergessen, dass Japan der strategische Verbündete der USA in Asien ist. Aber Peking? Die Bush-Regierung hat bereits ihren Tonfall Taiwan gegenüber geändert, um sich der Position Chinas anzunähern. Es könnte sein, dass die wirkliche Umwälzung der Stunde nicht der Dollarkurs, sondern die amerikanisch-chinesischen Beziehungen sind.

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