Über das Verhältnis zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung unter Silvio Berlusconi meint in TurinLa StampaWird die EU-Kommission die eigentliche Opposition zur italienischen Regierung sein? Während ein neuer Geist der Harmonie im Parlament in Rom wie ein Schalldämpfer für die Probleme wirkt, stellt sich die Frage, ob die strenge Überprüfung der Aktionen dieser Regierung nun jenseits der italienischen Grenzen stattfinden wird. Werden wir anstelle von links-rechts den Streit Italien-Europa haben? Die ersten Signale lassen keinen Zweifel daran. Die Brüsseler Kommission hat schon bei allem interveniert, was für die Regierung Berlusconi Vorrang hat, von der zögerlichen Bewältigung der Krise um die Fluggesellschaft Alitalia bis hin zum Problem der Müllberge in Neapel. Es gibt praktisch kein Ziel der neuen Regierung, das nicht bereits in Brüssel einer kritischen Bewertung unterzogen würde.Zu den Mahnungen der EU-Kommission an den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy schreibt in ParisLe MondeWir haben einen Präsidenten, der vor einem Jahr nicht zögerte, seinen europäischen Partnern Lektionen zu erteilen und ihnen ihr Zaudern vorzuwerfen. Und der heute von der EU-Kommission in Brüssel zur Ordnung gerufen wird, weil diese sich um das große Defizit in unseren öffentlichen Finanzen Sorgen macht. Wenige Wochen vor Beginn des französischen EU-Vorsitzes - den der Präsident nutzen will, um sein Image aufzupolieren - ist dies eine neue, schallende Ohrfeige. Nicolas Sarkozy hat gesagt und wiederholt: Er will seine Strategie nicht ändern. Das nehmen wir zur Kenntnis. Das hindert uns aber nicht daran, ihm zu empfehlen, die Methode zu ändern. Dies ist ganz offensichtlich die Voraussetzung dafür, dass er das Vertrauen des Landes zurückgewinnt - ohne das er nichts tun kann.Die Kritik der französischen Regierung an den Medien kommentiert das Pariser NachrichtenmagazinL'ExpressDie Medien und ihre Macher sind nicht über jede Kritik erhaben. Nach den Politikern und Richtern, Ärzten und hohen Beamten haben vielleicht die Journalisten das Gelbe Trikot der Arroganz übergestreift. Weil man heute von einer "Informationsgesellschaft" spricht, nehmen sich die Medien wichtiger, als sie wirklich sind, und kultivieren eine exzessive Straflosigkeit. Bevor sie die Fakten ausbreiten, kommentieren sie sie. Bevor sie die Reformen erklären, kritisieren sie sie. Sie müssten eigentlich denen "oben" sagen, was die "unten" denken, und denen "unten" klar machen, was die "oben" vorbereiten. Doch allzu häufig sagen die Medien den einen, was sie tun müssten, und den anderen, was sie denken sollten. Wenn die.Medien sich an der Macht wähnen, dann täuschen sie sich. Wenn sie sich so benehmen als ob, dann begehen sie einen Fehler.
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