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Nahostkonflikt

Pro-palästinensische Demo in Berlin: Demonstranten schlagen auf Polizisten ein

3500 Menschen demonstrierten Samstag in Neukölln. Als die Polizei die Demo auflöste, eskalierte die Situation. Es kam zu massiven Ausschreitungen.

Team News Eva Maria Braungart eb/kmi/dpa
2 Min
Teilnehmer der Demonstration verschiedener palästinensischer Gruppen ziehen durch Neukölln. 

Teilnehmer der Demonstration verschiedener palästinensischer Gruppen ziehen durch Neukölln. 

© AP/Michael Sohn

Polizei löst Demo in Neukölln auf

Die Polizei hatte den Protest wegen des Verstoßes gegen die Corona-Hygieneregeln für aufgelöst erklärt. Da sich Demonstrationsteilnehmer nicht an die Anordnung hielten, schritten die Beamten auf der Sonnenallee in der Nähe des Hermannplatzes gegen sie ein. Aus der Demonstration wurden Rufe wie „Kindermörder Israel“, „Frauenmörder Israel“ und „Free Palestine“ laut. Im Laufe des Nachmittags verstärkte die Polizei ihre Einsatzkräfte von 360 auf 600 Beamte.

Insgesamt waren am Samstag drei pro-palästinensische Demonstrationen angemeldet. Am Nachmittag zogen nach Polizeiangaben rund 2500 Menschen vom Oranienplatz zum Hermannplatz. Bei einem ersten Protestzug, der 13 Uhr am Hermannplatz startete und bis zum Rathaus Neukölln zog, blieb es weitestgehend friedlich. Angemeldet waren 150 Teilnehmer, vor Ort waren rund 120 Personen am Demozug beteiligt.

Die Demonstranten forderten „Freiheit für Palästina“ und erinnerten an die „Nakba“ (deutsch: Katastrophe). Am 15. Mai gedenken die Palästinenser damit der Vertreibung und Flucht Hunderttausender Landsleute im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948.

Israelfeindliche und gewaltverherrlichende Parolen bei Demo am Freitag

Bereits am Freitag hatten rund 750 Menschen in Neukölln demonstriert. Laut Polizei kam es dabei zu israelfeindlichen und gewaltverherrlichenden Parolen. Bei 192 Personen nahm die Polizei zudem Ordnungswidrigkeitsanzeigen auf, weil sie gegen die Infektionsschutzverordnung verstoßen hatten.

Die evangelische und die katholische Kirche in Berlin und Brandenburg verurteilten unterdessen Angriffe auf jüdische Einrichtungen in Deutschland als „unerträglich“. Es sei nicht hinnehmbar, dass Synagogen und jüdische Einrichtungen bedroht, verunglimpft und angegriffen würden, erklärten der evangelische Landesbischof Christian Stäblein und der katholische Erzbischof Heiner Koch gemeinsam.

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