Angesichts eines drohenden Fachkräftemangels in der Pflegebranche setzt Sachsen-Anhalt auf Unterstützung aus dem Ausland. Bis 2035 werden in diesem Bereich rund 24.000 zusätzliche Fachkräfte benötigt. Um diese nicht nur zu gewinnen, sondern auch dauerhaft im Land zu halten, wurde nun das Projekt „ProBe“ vorgestellt. Es soll internationale Pflegekräfte durch eine gezielte Betreuung bei der beruflichen und sozialen Integration unterstützen.
„Eine verlässliche Kümmererstruktur ist der Schlüssel dafür, dass Fachkräfte nicht nur gewonnen werden, sondern sich dafür entscheiden, in Sachsen-Anhalt langfristig zu bleiben“, erklärte Arbeits- und Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) bei der Präsentation des Projekts in Magdeburg. Konkret werden vier Begleitpersonen ausländischen Fachkräften künftig bei Fragen zu Behördengängen, Kinderbetreuung oder Sprachkursen zur Seite stehen. Auch die Arbeitgeber in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sollen durch die Unterstützung bei organisatorischen Prozessen entlastet werden.
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Das Modellprojekt, das vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Sachsen-Anhalt umgesetzt wird, ist mit insgesamt 1,47 Millionen Euro bis 2028 finanziert. Es wird in Magdeburg, dem Landkreis Jerichower Land, den Landkreisen Börde und Stendal sowie im Altmarkkreis Salzwedel umgesetzt. Auch private und andere Träger können sich über Kooperationsvereinbarungen beteiligen.
Fachkräfte für die Zukunft unverzichtbar
Katja Fischer, Landesgeschäftsführerin des DRK Sachsen-Anhalt, betonte die Bedeutung des Projekts: „Mit dem Modellprojekt „ProBe“ leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur nachhaltigen Stärkung der Pflege- und Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt. Fachkräfte sind für unsere Zukunft unverzichtbar, und es ist unsere gemeinsame Verantwortung, ihnen gute Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche berufliche und gesellschaftliche Integration zu bieten.“
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Ministerin Grimm-Benne hob hervor, dass immer mehr Unternehmen in einer internationalen Belegschaft eine Chance sehen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass eine individuelle Unterstützungsstruktur entscheidend ist, um ausländische Beschäftigte beruflich und sozial in Sachsen-Anhalt ankommen zu lassen“, sagte sie. Das Projekt sei dabei ein wichtiger Baustein, um die Gesundheits- und Pflegeversorgung im Land nachhaltig zu sichern. (mit dpa)
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