Knapp zwei Wochen vor dem Volksentscheid über ein Wahlpflichtfach Religion an Schulen sollen nun Prominente die Befürworter mobilisieren. "In Berlin geht's um die Freiheit." Dieser fast schon dramatische Appell steht auf einem Plakat mit dem Konterfei des Moderators Günther Jauch. Auf insgesamt 500 Großplakaten des Vereins Pro Reli werben neben Jauch die Moderatorin Tita von Hardenberg, der Fußballspieler Arne Friedrich sowie die Schauspielerin Mariella Ahrens für die Einführung eines gleichberechtigten Religionsunterrichtes neben dem Fach Ethik. Ethik ist seit 2006 Pflichtfach in den Klassen 7 bis 10. Religion kann freiwillig belegt werden.Doch für die Pro Reli-Aktivisten ist das keine echte Alternative. Freiwilliger Religionsunterricht sei zusätzlicher Unterricht und würde zu unattraktiven Zeiten angeboten, etwa nachmittags. Sie wollen eine "freie Wahl" und setzen sich dafür ein, dass die Kinder zwischen Ethik und Religion wählen müssen. "Ethik als alleiniges Pflichtfach ist Ausdruck staatlicher Intoleranz", sagt Günther Jauch."Kinder und Jugendliche sollen sich aufgrund ihres Wissens für oder gegen einen Glauben entscheiden", meint Mariella Ahrens. Und Tita von Hardenberg ist überzeugt, dass "jeder Mensch seine kulturellen Wurzeln kennen und die Chance haben sollte, die eigene und andere Religionen zu verstehen". "Im Religionsunterricht kommt eine ganz andere Dimension in den Schulalltag: das Reden über Gott", sagt Arne Friedrich.Rund 610 000 Ja-Stimmen benötigt Pro Reli, um den Volksentscheid am 26. April zu gewinnen. (tt.)------------------------------Foto: Die Moderatorin Tita von Hardenberg will die "freie Wahl".
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