Belarus

Putin: Russland könnte Oreschnik-Raketen in Belarus stationieren

Bei einem Treffen in Minsk mit dem belarussischen Machthaber Lukaschenko erwog der russische Präsident die Stationierung der neuartigen Raketen im Partnerland.

2 Min
Der russische Präsident Wladimir Putin und der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bei einem Treffen am Freitag.

Der russische Präsident Wladimir Putin und der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bei einem Treffen am Freitag.

© Gavriil Grigorov/AFP

Das russische Oreschnik-System könnte in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 in Belarus stationiert werden. Das kündigte der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag bei einem Treffen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, das im Fernsehen übertragen wurde. Lukaschenko und Putin hatten in Minsk ein Abkommen über Sicherheitsgarantien unterzeichnet.

Putin sagte demnach: „Da wir heute ein Abkommen über Sicherheitsgarantien unter Einsatz aller verfügbaren Kräfte und Mittel unterzeichnet haben, halte ich die Stationierung solcher Systeme wie Oreschnik in Belarus für möglich“. Er fügte hinzu, dass dies in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres möglich sein werde, wenn die Serienproduktion dieser Systeme in Russland steigt und die Raketensysteme bei den russischen strategischen Raketentruppen in Dienst gestellt worden seien.

Putin drohte mit Oreschnik-Einsatz auf Kiew

Putin hatte in den vergangenen Tagen die Eigenschaften der Mittelstreckenrakete Oreschnik hervorgehoben. Sie kann nukleare Sprengköpfe transportieren und tausende Kilometer entfernt einschlagen. Fachleute gehen davon aus, dass die neue Rakete mit zehnfacher Schallgeschwindigkeit fliegen und Ziele in einer Entfernung von bis zu 5500 Kilometern treffen könnte.

„Ausgehend von den gestellten Aufgaben und der Reichweite dieser Waffe, kann sie Ziele auf dem ganzen Gebiet Europas angreifen, was sie vorteilhaft von anderen Arten von hochpräziser Waffen großer Reichweite unterscheidet“, sagte der Chef der strategischen Raketenstreitkräfte Russlands, Sergej Karakajew, laut russischen Nachrichtenagenturen bei der Sitzung mit Putin.

Die russische Armee hatte die Rakete am 21. November erstmals gegen eine ukrainische Stadt eingesetzt. Putin stellte den Angriff als Antwort auf die jüngsten ukrainischen Angriffe auf russisches Territorum mit britischen und US-Waffen dar. Er drohte zudem mit einem direkten Angriff auf Länder, welche die Ukraine aufrüsten. Der Kreml-Chef drohte auch damit, Oreschnik gegen „Entscheidungszentren“ in Kiew einzusetzen. (mit AFP)

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner