Ostsee

Nach Jahren unter dem Radar: Yacht mit Verbindungen zu Putin vor Dänemark gesichtet

Die Yacht „Graceful“ mit Verbindungen zum russischen Präsidenten Putin passierte einem Bericht zufolge dänische Gewässer. Auch die deutsche Küstenwache soll das Schiff überwacht haben.

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Die Yacht „Graceful“ im Jahr 2022: Das Schiff soll vor Dänemark gesichtet worden sein

Die Yacht „Graceful“ im Jahr 2022: Das Schiff soll vor Dänemark gesichtet worden sein

© TheYachtPhoto.com/imago

Mehrere russische Schiffe, darunter die Luxusyacht „Graceful“, sind am Montag vor Dänemark gesichtet worden. Das berichtete der dänische Sender DR unter Berufung auf eigene Beobachtungen auf Schiffverfolgungswebseiten sowie Fotos von Beobachtern an der Küste.

Der Konvoi habe in der Nacht zum Montag den Großen Belt passiert und sei am Vormittag an der Insel Anholt im Kattegat vorbeigefahren, berichtete DR. Bei gleichbleibender Geschwindigkeit werde er gegen 14 Uhr die Nordspitze Jütlands bei Skagen umrunden. Begleitet werde die Yacht von einem russischen Zerstörer und einem weiteren russischen Patrouillenschiff.

Die Yacht wird unter anderem von dem US-Magazin Forbes als persönliches Schiff des russischen Präsidenten Wladimir Putin beschrieben. Das US-Finanzministerium hatte das Schiff im Juni 2022 als Vermögenswert identifiziert, an dem „Präsident Wladimir Putin ein Interesse hat“ und auf eine Sanktionsliste gesetzt.

Bericht: Auch deutsche Küstenwache überwachte den russischen Konvoi

Die dänische Marine und die deutsche Küstenwache hätten den russischen Verband seit Sonntagmorgen abwechselnd verfolgt, berichtete DR. Derzeit folge das dänische Patrouillenschiff „P521 Freja“ den russischen Schiffen. Das dänische Verteidigungskommando teilte dem Sender mit, das Militär überwache routinemäßig Schiffe, einschließlich Schiffe anderer Staaten, die dänische Meerengen und Gewässer durchfahren.

Ungewöhnlich ist die Fahrt laut DR, weil die „Graceful“ ihren AIS-Transponder, der zur automatischen Identifizierung von Schiffen dient, seit dem 30. August 2022 abgeschaltet hatte. Seither befand sich die Yacht DR zufolge weitgehend unter dem Radar, wurde aber in Sankt Petersburg gesehen.

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Nach einem Bericht von Forbes vom Oktober 2022 wurde das Schiff inzwischen in „Kosatka“ (russisch für „Schwertwal“) umbenannt. Zuvor war das Schiff laut dem Bericht aus dem deutschen Hafen Hamburg nach Russland verlegt worden – rund zwei Wochen vor Kriegsbeginn.

Der Wert der mehr als 80 Meter langen „Graceful“ wird laut DR auf rund 100 Millionen Euro geschätzt. Über den Bestimmungsort des Konvois lägen bislang keine Informationen vor, hieß es.

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