Die Polizei Berlin hat an der Regenbogenbank im Großen Tiergarten erneut eine Sachbeschädigung festgestellt. Der Schaden fiel Einsatzkräften am Abend des 24. September auf.
Die Regenbogenbank im Tiergarten ist ein Gedenkort für die Opfer des Anschlags auf den Berliner CSD. Erst rund zehn Tage zuvor war sie neu aufgestellt worden – nachdem Unbekannte den Gedenkort schon Anfang September zerstört hatten. Die weiteren Ermittlungen liegen beim Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamts.
Was an der Regenbogenbank im Tiergarten beschädigt wurde
Aufgefallen war die Beschädigung Polizisten Eine der Holzlatten war abmontiert. Wie genau das geschah, ist bislang nicht geklärt. Zwei weitere Latten wiesen ebenfalls Schäden auf.
Die Bank steht seit dem 14. September wieder an ihrem ursprünglichen Standort im Großen Tiergarten, zwischen Bellevueallee und Kleiner Querallee.
Es ist nicht der erste Angriff auf den Gedenkort. Erstmals aufgestellt wurde die Regenbogenbank am 6. August. Anfang September zerstörten Unbekannte sie dann mutwillig. Eine Polizeisprecherin sagte dieser Redaktion die Bank habe am Abend zuvor noch unbeschädigt dagestanden. Am nächsten Morgen entdeckten Mitarbeiter des Grünflächenamts sie zerstört.
Der Schaden war damals so groß, dass eine Reparatur laut Polizei nicht mehr möglich war. Die Bank musste vollständig neu aufgebaut werden.
Das Bezirksamt Mitte ersetzte die Regenbogenbank und stellte sie am 14. September wieder am selben Ort auf. Künftig soll der Gedenkort nach Angaben des Bezirks besser geschützt werden.
Auch der Gedenkbaum wurde herausgerissen
Zum Gedenkort gehört neben der Bank ein junger Ahornbaum. Er wurde gepflanzt, nachdem der ursprüngliche Baum beim Anschlag so stark beschädigt worden war, dass er gefällt werden musste. Er sollte gemeinsam mit der Bank den Ort des Geschehens als Gedenkstätte kennzeichnen.
Auch dieser neue Baum blieb nicht verschont. Unbekannte rissen ihn laut samt Schutzgitter aus der Erde. Anschließend konnte er wieder eingesetzt und stärker gesichert werden.
Warum der Staatsschutz ermittelt
Die weiteren Ermittlungen zur jüngsten Beschädigung führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts. Diese Abteilung ist innerhalb der Polizei für politisch motivierte Straftaten zuständig.
Bereits nach der Zerstörung Anfang September hatte die Polizei geprüft, ob der Staatsschutz die Ermittlungen übernimmt. Ob hinter den Taten tatsächlich ein politisches Motiv steckt, ist nach dem bisherigen Stand offen. Wer verantwortlich ist, ist ebenfalls unbekannt.
Der Anschlag auf den CSD im Tiergarten
Der Gedenkort erinnert an den Anschlag vom 25. Juli 2026. An jenem Abend steuerte ein 21-Jähriger am Rande des Christopher Street Day einen Kleintransporter in eine Menschenmenge und griff Menschen danach mit einer Machete an.
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Eine Frau starb, 31 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Täter, Abdul Ballout, war als islamistischer Gefährder eingestuft. Er wurde einen Tag nach der Tat bei einem Festnahmeversuch von der Polizei erschossen.
Bank und Baum sollen an die Opfer erinnern und zugleich ein Zeichen der Solidarität mit der queeren Community sowie gegen Hass und Ausgrenzung setzen.
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