Mediziner: FFP2-Masken-Tragegebot des Berliner Senats gefährdet die Bevölkerung
Grund sei die oftmals falsche Handhabung. Durch fehlerhaftes Tragen der Masken komme die im professionellen Bereich angestrebte zusätzliche Schutzwirkung abhanden. Weiter schrieb der RKI-Chef: „Wenn bei der FFP2-Maske über eine Leckage geatmet wird, dann geht diese zusätzliche Schutzwirkung weitgehend verloren.“
Bundesregierung will FFP2-Masken für Kinder einführen
Auch Bartträger sind offenbar nicht hinreichend durch eine FFP2-Maske geschützt. Gegenüber dem ZDF sagte Christof Asbach, Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, im Januar: „Um eine FFP2-Maske sicher tragen zu können, kann man Bartträgern entsprechend nur raten, den Bart abzurasieren.“ Die Bund-Länder-Runde hatte zu Beginn des Jahres das verpflichtende Tragen von FFP2-Masken an nahezu allen Orten durchgesetzt.
Die Berliner Zeitung hatte bereits im April darüber berichtet, dass die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) die Entscheidung des Berliner Senats für eine Tragepflicht von FFP2-Masken kritisiert hatte. In einer Stellungnahme der DGKH heißt es, dass FFP2-Masken „Hochleistungs-Atemschutzmasken“ sind, „die für den Arbeitsplatz bestimmt sind. Nur bei korrekter Anwendung übertrifft ihre Wirksamkeit im Allgemeinen jene von chirurgischem Mund-Nasen-Schutz.“
Experten fordern Aussöhnung in Corona-Debatte
Unterdessen will die Bundesregierung auch FFP2-Masken für Kinder einführen. Die Regierung sehe „angesichts des fortgesetzten Pandemiegeschehens einen Bedarf für geeignete Kindermasken zum Zweck des Infektionsschutzes“, heißt es in einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, die AFP am 20. Juni vorlag.
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