Bei einem Brand in einer Feuerwerksfabrik im russischen Dorf Kubrinsk, rund 150 Kilometer nordöstlich von Moskau, sind nach Behördenangaben 14 Menschen ums Leben gekommen. Eine verletzte Frau sei in ein Krankenhaus in Jaroslawl gebracht worden, teilte der russische Katastrophenschutz mit.
Ausgebrochen war der Brand am Montagnachmittag auf dem Gelände der Firma „Salut-Jug“, die Böller und andere Feuerwerksartikel herstellt. Zwei Fabrikgebäude standen laut der russischen Zeitung Kommersant in Flammen. Im Einsatz waren zeitweise rund 200 Einsatzkräfte, auch aus der Luft wurde gelöscht. Die Arbeiten wurden dadurch erschwert, dass immer wieder Explosionen auftraten.
Das Feuer sei nach mehreren Stunden gelöscht, die Rettungskräfte beräumten weiter Trümmer, wie die dpa unter Berufung auf die russische Staatsagentur Tass berichtete.
Notstand für den Bezirk ausgerufen
Für den Bezirk Perejaslawl-Salesski wurde der regionale Notstand ausgerufen. Ein großer Teil von Kubrinsk war zeitweise ohne Strom, wie Gouverneur Michail Jewrajew mitteilte. Für soziale Einrichtungen seien Notstromaggregate bereitgestellt worden.
In der Umgebung der Fabrik wurden nach Angaben des Regionalportals 76.ru mehrere Wohnhäuser beschädigt, an vielen Gebäuden zerbrachen die Fensterscheiben. Ein Kindergarten und ein Bildungszentrum in der Nähe wurden geräumt. Unter den Toten sei auch eine Anwohnerin, die nicht in der Fabrik gearbeitet habe, meldete Tass.
Ermittlungen zu Sicherheitsmängeln
Zur Brandursache machten die Behörden zunächst keine Angaben. Die russischen Ermittlungsbehörden leiteten ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften in Anlagen mit erhöhtem Gefahrenpotenzial ein.
Nach Darstellung von Kommersant hatte die Aufsichtsbehörde bereits 2024 bei einer Prüfung beschädigte Stromleitungen in dem Werk beanstandet. Gouverneur Jewrajew ordnete für Mittwoch einen Trauertag in der Region an.
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