Lettland plant einen Tarif von 300 Prozent auf Getreideladungen aus Russland und Belarus sowie deren Abwicklung in lettischen Häfen und Terminals. Das kündigte Ministerpräsident Andris Kulbergs am Montag an. Zugleich sollen Transitladungen stärker kontrolliert und die Herkunft des Getreides genauer überprüft werden.
Der Schritt fügt sich in einen seit längerem deutlich verschärften Kurs Lettlands gegenüber russischen und belarussischen Produkten ein. Die Pläne treffen Russland, während es verstärkt nach Alternativen für seine Getreidelieferungen sucht. In Rostow am Don, Russlands „Tor zum Asowschen Meer“, gilt nach Angaben der Behörden inzwischen der regionale Notstand: Nach ukrainischen Angriffen stockt der Getreideexport und an den Hafenterminals laufen die Lager voll.
Getreide
Russland schickt Getreide an die Ostsee: Lettland schlägt jetzt 300 Prozent drauf
Russlands Getreidehäfen am Schwarzen und Asowschen Meer kämpfen mit Ausfällen und Engpässen. Lettland verteuert nun den Ostsee-Transit – auch für Belarus.
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Häfen am Schwarzen und am Asowschen Meer fallen aus: Lettland will Getreideladungen aus Russland und Belarus nun massiv verteuern.
© dpa
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