Auf der ICE-Strecke zwischen Hamburg und Berlin hat ein Lokführer nahe Stendal in Sachsen-Anhalt seinen Zug anhalten müssen, um einen Bahnübergang eigenhändig zu sichern. Grund war nach Angaben einer Sprecherin der Deutschen Bahn eine kurzzeitige Störung an der Anlage.
„In solchen Fällen sieht das Regelwerk vor, dass der Lokführer den Bahnübergang manuell technisch sichern kann“, erklärte die Sprecherin. Den Befehl dazu habe die Fahrdienstleitung erteilt. Das Einschalten der Anlage erfolgt dabei in der Regel über einen Schlüsselschalter direkt am Übergang.
Zug konnte Fahrt fortsetzen
Ziel des Verfahrens sei es, eine vollständige Streckensperrung zu vermeiden. „Die manuelle technische Sicherung, die äußerst selten ist, verhindert, dass die Strecke gesperrt werden muss“, so die Sprecherin weiter. Die Sicherheit des Bahnverkehrs sei dabei zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt gewesen, es handle sich um ein regelkonformes Vorgehen.
Die Fahrgäste im ICE wurden den Angaben zufolge per Durchsage über das Manöver informiert. Bereits wenige Minuten später konnte der Zug seine Fahrt in Richtung Berlin fortsetzen.
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