SPANDAU. Wenn im Mai kommenden Jahres auf der Zitadelle die Ausstellung "60 Jahre Kriegsende" gezeigt wird, dann dürfte die mittelalterliche Festung nicht nur von den Besuchern profitieren. Nach derzeitigen Plänen wird das Land Berlin auch für Bauarbeiten aufkommen, die nötig sind, um Ausstellungsräume herzurichten. Wie die Staatssekretärin Hella Dunger-Löper (SPD) von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sagte, wolle ihr Haus kurzfristig 700 000 Euro bereitstellen. Mit der Finanzspritze, die jetzt noch von der Senatsfinanzverwaltung genehmigt werden muss, setzt das Land Berlin die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Festungsbaus fort - wenn auch nicht ganz freiwillig. "Das Haus befindet sich in einem desolaten Zustand, der Putz bröckelt", sagt der Spandauer Abgeordnete Daniel Buchholz (SPD). "In der jetzigen Situation kann man dort unmöglich eine Ausstellung präsentieren." Von dem Geld soll das so genannte Haus 6 auf der Zitadelle saniert werden - zumindest große Teile davon. Denn im Erdgeschoss soll die Ausstellung zu sehen sein. Erarbeitet wird sie von der Stiftung Topographie des Terrors und vom stadtgeschichtlichen Museum Spandau. Das Kasernengebäude ist zurzeit teilweise entkernt, an der Fassade wird bereits gearbeitet. Allerdings sei die geplante Ausstellung nur die abgespeckte Variante von der eigentlich vorgesehenen Schau "Bilder vom Krieg, Visionen vom Frieden". Spandaus Kulturamtsleiterin Andrea Theissen sagt, dass das dafür benötigte Geld aus Mitteln der Lottostiftung nicht bewilligt wurde. (gäd.)
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