Beim Zusammenstoß zweier Straßenbahnen in Gelsenkirchen sind am Donnerstag nach Angaben der Polizei 24 Menschen verletzt worden. Sieben von ihnen erlitten schwere Verletzungen, bei drei weiteren Betroffenen könne eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei mit.
Der Unfall ereignete sich laut Polizei gegen 12.30 Uhr auf der Kurt-Schumacher-Straße im Stadtteil Beckhausen. Eine Fahrschul-Straßenbahn sei einige hundert Meter vor der Haltestelle Willy-Brandt-Allee auf freier Strecke zum Stehen gekommen. Eine nachfolgende, mit Fahrgästen besetzte Bahn der Linie 302 sei nach bisherigem Ermittlungsstand ungebremst aufgefahren, berichtete der WDR unter Berufung auf Beobachtungen vor Ort.
Ursache noch unklar
Warum die Fahrschulbahn stehen blieb, ist nach Angaben der Polizei bislang nicht geklärt. Zur Untersuchung des Unfalls wurde ein speziell geschultes Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Bochum angefordert. Die Verletzten wurden vor Ort erstversorgt und mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze zeigte sich nach einem Besuch am Unfallort betroffen. „Ein absoluter Schockmoment, wenn man die Zerstörungen in der Bahn sieht“, sagte sie dem WDR.
Strecke stundenlang gesperrt
Die Kurt-Schumacher-Straße war zwischen Emil-Zimmermann-Allee und Willy-Brandt-Allee über mehrere Stunden in beide Richtungen gesperrt. Gegen 16.10 Uhr gab die Polizei die Fahrbahn in Richtung Buer wieder frei. Die Sperrung in Fahrtrichtung Innenstadt bleibt laut Polizei bis zur Bergung der schwer beschädigten Bahnen bestehen. Der WDR berichtete, dazu sei am frühen Abend ein Feuerwehrkran angerückt.
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