Kommunales

Schwerin gibt ersten Hundestrand in Görries frei

Auf 800 Quadratmetern am Zulauf zum Großen Ostorfer See dürfen Hunde in Schwerin ganzjährig ohne Leine baden. Zuvor war die Fläche ein vermüllter Kleingarten.

Alexander Angierski
3 Min
Hundestrand in Görries: Schwerin hat auf einer früheren Kleingartenfläche einen neuen Badeplatz für Vierbeiner freigegeben.

Hundestrand in Görries: Schwerin hat auf einer früheren Kleingartenfläche einen neuen Badeplatz für Vierbeiner freigegeben.

© Landeshauptstadt Schwerin

Schwerin hat seinen ersten Hundestrand. Der Eigenbetrieb Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin (SDS) und die Landeshauptstadt haben die Fläche in Görries freigegeben, wie beide Seiten am 6. Oktober mitteilten. Sie liegt kurz hinter dem Dwang, direkt hinter der Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrer an der Rogahner Straße. Hunde jeder Größe dürfen dort laut Mitteilung das ganze Jahr über frei laufen und ins Wasser.

Auf dem Gelände stand bis vor Kurzem eine stark vermüllte Kleingartenparzelle. Das Pachtverhältnis mit den Kleingärtnern war nach Angaben der Stadt vor mehr als zwei Jahren beendet worden. Danach war offen, was aus dem Grundstück werden sollte. Zugleich suchte die Landeshauptstadt nach eigener Darstellung bereits länger nach einem geeigneten Platz für einen Hundestrand. SDS und Ortsbeirat brachten laut Mitteilung beides zusammen.

„Mit dem neuen Hundestrand geben wir einer Fläche, die lange Zeit nicht öffentlich genutzt werden konnte, eine neue Perspektive. Gleichzeitig schaffen wir ein Angebot, das in dieser Form bislang in Schwerin fehlte“, sagte Jannes Lenferink, SDS-Bereichsleiter für Öffentliches Grün.

Abriss des Bungalows kostete nach SDS-Angaben rund 32.000 Euro

Vor der Freigabe räumte der Eigenbetrieb nach eigenen Angaben den Uferbereich von Müll und möglichen Gefahrenquellen. Der Boden wurde teilweise angeglichen und neu mit Rasen eingesät. Ein alter Bungalow wurde abgerissen; dafür fielen nach Angaben des SDS einschließlich Schadstoffgutachten rund 32.000 Euro an. Zu den Gesamtkosten des Projekts machten Stadt und Eigenbetrieb keine Angaben.

Begrenzt wird der Strand laut Mitteilung auf einer Seite durch den Zulauf zum Großen Ostorfer See. Auf der anderen Seite trennt ein Zaun das Gelände vom angrenzenden Biotop, das so geschützt bleiben soll. Ralf Klein, Vorsitzender der Ortsteilvertretung, sprach von einem erfreulichen Ende einer langen Geschichte: „Dass auf einer so schönen Fläche nun wieder Leben einkehrt, ist einfach ein Traum.“

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