Im Siebendörfer Moor am südwestlichen Rand von Schwerin haben die Bauarbeiten zur Wiedervernässung begonnen. Das teilte die Landeshauptstadt Schwerin am Dienstag mit. Auf einer Teilfläche von 250 Hektar soll der Wasserstand steigen, aus intensiv genutztem Grünland sollen naturnahe Wiesen werden. Das gesamte Niederungsgebiet ist rund 900 Hektar groß und liegt zum Teil im Landkreis Ludwigslust-Parchim.
Das Wasser wird künftig stärker im Moor gehalten, das Schöpfwerk, das bisher das Gebiet entwässert, geht außer Betrieb. Dafür sind Arbeiten an der Bahnbrücke, eine neue Grabenverbindung am alten Schöpfwerk, eine Stauanlage für trockene Zeiten und Anpassungen an mehreren Gräben nötig, sagte Daniel Meyer-Kohlstock, Leiter des Fachdienstes Umwelt. Die Bauphase soll etwa sechs Monate dauern. In dieser Zeit kann es zeitweise zu Sperrungen auf Wegen und einzelnen Flächen kommen. Während der Bauzeit ist ein Rundgang für Bürger geplant. Das ist ein Kommentar
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Die Vernässung ist zugleich der Ausgleich für die Erschließung des Industrieparks Schwerin in den Göhrener Tannen. Ein erstes Planfeststellungsverfahren von 2007 wurde ausgesetzt, nach Darstellung der Stadt unter anderem wegen Einwänden aus Umlandgemeinden. Die Stadt nennt an anderer Stelle schwer überwindbare Umsetzungsprobleme als Grund für das Ende des ersten Verfahrens. Beim zweiten Anlauf waren neben der Stadt der Landkreis Ludwigslust-Parchim, der Wasser- und Bodenverband Schweriner See-Obere Sude sowie die Gemeinden Pampow und Klein Rogahn beteiligt. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 15. April 2024. Nach dem Umbau beobachtet die Stadt weiter die Wasserstände sowie die Entwicklung von Pflanzen und ausgewählten Tierarten; im Moor leben unter anderem Kiebitz, Wachtelkönig, See- und Fischadler.
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