Am Rande der Bande ist er bei den Rostock Seawolves längst zur festen Größe geworden: Als beim Heimspiel gegen Basketball Löwen Braunschweig erneut der Ruf „Rostock, es ist Zeit!“ durch die Stadthalle Rostock hallte, war das ein besonderer Moment. Für André Jürgens markierte dieser Abend ein Jubiläum. Zum 200. Mal moderierte der Vereinsvorsitzende des ostdeutschen Basketballvereins ein Pflichtspiel – und das ohne Unterbrechung seit der Saison 2014/2015. Ob ProB, ProA, Basketball Bundesliga oder europäischer Wettbewerb: Jürgens hat kein Spiel verpasst und prägt mit seiner Stimme die Atmosphäre rund um das Team wie kaum ein anderer.
Sportlich setzten die Seawolves im Nordduell ein deutliches Ausrufezeichen. Trotz der weiterhin fehlenden Robin Amaize und Oshane Drews legte die Mannschaft von Headcoach Przemyslaw Frasunkiewicz mit einem überragenden ersten Viertel (35:12) den Grundstein für den Sieg. Angeführt von Topscorer TJ Crockett (18 Punkte) spielte Rostock die Partie mit der nötigen Souveränität zu Ende und beendete damit eine Serie von drei Niederlagen. Mit nun 13 Erfolgen lebt die Hoffnung auf die Playoff-Teilnahme weiter.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt jedoch nicht. Am Ostersonntag (5. April, 15 Uhr) wartet die nächste Herausforderung. Den Seawolves steht eine lange Fahrt in den Südwesten Deutschlands zu den MLP Academics Heidelberg bevor. Der gastgebende Tabellenvorletzte hat sich zuletzt stabilisiert und sendet klare Signale im Abstiegskampf.
Seawolves-Coach warnt vor dem Gegner
Frasunkiewicz warnt entsprechend vor der Aufgabe: „Wir müssen uns auf eine äußerst motivierte Heidelberger Mannschaft gefasst machen. Sie haben durch die letzten sehr guten Spiele einen neuen Funken der Hoffnung entfacht, um am Ende der Saison noch das rettende Ufer zu erreichen und in der Liga zu bleiben. Sie können schnellen und physischen Basketball spielen. Durch den neuen Coach haben sie eine ganz neue Vorstellung, den Ball in der Offensive zu bewegen.“
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Zu den eigenen Ambitionen meint Frasunkiewicz: „Für uns ist es sowohl ein schweres als auch sehr wichtiges Spiel, denn es geht auch für uns um wichtige Punkte im Rennen um die verbleibenden Playoff- bzw. Playin-Plätze. Da zählt es, diese schwierigen Auswärtsspiele für sich zu entscheiden, damit wir uns die Chance erhalten, in die Post-Season zu kommen.“
Für die Seawolves beginnt damit eine richtungsweisende Phase der Saison. Nach dem Gastspiel in Heidelberg folgt eine weitere Auswärtsaufgabe. So spielt Rostock am 13. April bei den Baskets Oldenburg, ehe am 19. April das Heimspiel gegen Ulm ansteht. Spätestens dann dürfte André Jürgens wieder an der Bande stehen – bereit, am Mikrofon mit den Rostocker Fans den vertrauten Schlachtruf anzustimmen.
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