Bei einer Durchsuchung im Zusammenhang mit einer verbotenen rechtsextremen Vereinigung sind bei dem AfD-Landtagsabgeordneten Sebastian Koch Waffen gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt nun auch wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Es habe sich um einen Zufallsfund bei der Durchsuchung Ende August gehandelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte der MDR darüber berichtet.
Nach Angaben des MDR erklärte Kochs Anwalt auf Anfrage, bei den sichergestellten Waffen habe es sich um zwei Luftgewehre und eine Schreckschusswaffe in einem abgeschlossenen Fach gehandelt. Sein Mandant habe die Waffen auf Anforderung der Polizeibeamten unverzüglich herausgegeben. Strafrechtliche Vorwürfe wies der Anwalt zurück.
Durchsuchungen bei mutmaßlichen Artgemeinschaft-Mitgliedern
Ende August waren in mehreren Bundesländern Wohnungen mutmaßlicher Mitglieder der verbotenen rechtsextremen Vereinigung Artgemeinschaft durchsucht worden. Den Betroffenen wird vorgeworfen, die Vereinigung trotz eines bundesweiten Verbots fortgeführt zu haben.
Von den Durchsuchungen betroffen waren auch die beiden AfD-Politiker Sebastian Koch und Simon Lansmann. Beide wiesen die Vorwürfe jeweils über ihren Anwalt zurück. Koch und Lansmann gewannen bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag Direktmandate.
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Die Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung war 2023 vom Bundesinnenministerium verboten worden. Aus Sicht des Ministeriums ist die Vereinigung vor allem wegen ihrer rassistischen Ideologie verfassungsfeindlich. (mit dpa)
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