Im Zoo Berlin ist erstmals in dessen mehr als 180-jähriger Geschichte ein Margay zur Welt gekommen. Die kleine Wildkatze aus Mittel- und Südamerika wird nur selten in Zoos gezüchtet. Zoo-Besucher können den kleinen Margay mit etwas Glück bereits sehen.
Das Jungtier wurde am 13. Mai geboren, wie der Zoo der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte. „Wie für Margays typisch, brachte Mutter Acailandia nur ein einzelnes Jungtier zur Welt“, hieß es vom Zoo. Zwillinge seien bei der Art äußerst selten. Anders als Hauskatzen verfügten die Tiere nur über zwei Zitzen, weshalb größere Würfe kaum Überlebenschancen hätten. Aufnahmen des Jungtieres sind bereits auf dem Instagram-Kanal des Berliner Zoos zu sehen.
„Wir geben den Langschwanzkatzen noch die nötige Ruhe und halten Abstand. Mit etwas Glück könnt ihr die beiden jedoch bereits bei eurem Besuch beobachten“, schreibt der Zoo auf Instagram.
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Nach von der dpa zitierten Angaben von Zoodirektor Andreas Knieriem werden Margays, die auch als Baumozelot oder Langschwanzkatze bezeichnet werden, nur selten in Zoos gehalten und noch seltener erfolgreich gezüchtet. Europaweit lebten derzeit 56 Tiere in 24 Einrichtungen.
Margays sind nach Darstellung des Zoos nachtaktiv und in freier Wildbahn vor allem in tropischen Regenwäldern von Südmexiko bis Argentinien verbreitet. Einen Großteil ihres Lebens verbrächten sie in den Baumwipfeln. Auf ihrem Speiseplan stünden Vögel, kleine Säugetiere, Eidechsen und Insekten.
Eine Besonderheit der Tiere sind ihre beweglichen Fußgelenke. „Dank ihrer besonders beweglichen Fußgelenke können sie sogar kopfüber Bäume hinabsteigen oder sich elegant von Ast zu Ast hangeln. Eine Fähigkeit, die unter Katzen äußerst selten ist“, teilte der Zoo laut dpa mit.
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