In der Nacht zum Dienstag hat ein russischer Raketenangriff einen Gebäudetrakt einer Bildungseinrichtung im Kiewer Bezirk Solomjanskyj getroffen. Das teilte der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko auf seinem Telegram-Kanal mit. In dem Gebäude sei ein Brand ausgebrochen, Rettungskräfte seien auf dem Weg zum Einsatzort.
Brände in mehreren Bezirken
Nach Angaben der Kiewer Militärverwaltung schlugen in mehreren Bezirken der Hauptstadt Raketen oder Trümmerteile ein. Im Bezirk Petscherskyj brach ein Feuer in einem dreistöckigen Zweckbau aus.
Die ukrainische Luftwaffe hatte laut der Zeitung Ukrajinska Prawda vor dem Einsatz ballistischer Waffen von der russischen Region Kursk aus gewarnt. Nach zwei Uhr nachts folgten demnach Drohnenangriffe, gegen vier Uhr 40 waren erneut Explosionen zu hören. Berichterstatter der englischsprachigen Zeitung Kyiv Independent beobachteten in der Stadt den Einsatz von Abfangraketen des US-Systems Patriot.
Klinik und Akademie getroffen
Der Angriff setzt eine mehrtägige Serie russischer Luftangriffe auf Kiew fort. Zuvor waren nach Angaben Klitschkos am Montag in der Hauptstadt zwei Menschen getötet und 26 verletzt worden. Bereits am Montagnachmittag hatte ein russischer Drohnenangriff das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften im Bezirk Schewtschenkiwskyj getroffen. Dabei starben zwei Menschen, sechs weitere wurden verletzt.
Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, russische Waffen hätten zudem eine Klinik der privaten Kette Dobrobut getroffen. Das Unternehmen bestätigte der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zunächst einen Einschlag in einer Einrichtung und konkretisierte später die Niederlassung.
Vor dem Einzug der Klinik hatte in dem Gebäude eine Filiale des Telekommunikationsunternehmens Ukrtelecom ihren Sitz. Unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie befindet sich der Hauptsitz von Ukrtelecom. Selenskyj forderte die westlichen Partner zu mehr Druck auf Moskau auf.
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