Ukraine-Krieg

Serie von Angriffen hält an: Russische Rakete trifft Bildungseinrichtung in Kiew

Die ukrainische Luftwaffe warnte vor ballistischen Waffen aus Richtung Kursk. Später folgten Drohnenangriffe und weitere Explosionen in der Hauptstadt.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Ein Krankenhaus brennt nach einem russischen Drohnenangriff auf die Innenstadt von Kiew.

Ein Krankenhaus brennt nach einem russischen Drohnenangriff auf die Innenstadt von Kiew.

© Evgeniy Maloletka/AP

In der Nacht zum Dienstag hat ein russischer Raketenangriff einen Gebäudetrakt einer Bildungseinrichtung im Kiewer Bezirk Solomjanskyj getroffen. Das teilte der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko auf seinem Telegram-Kanal mit. In dem Gebäude sei ein Brand ausgebrochen, Rettungskräfte seien auf dem Weg zum Einsatzort.

Brände in mehreren Bezirken

Nach Angaben der Kiewer Militärverwaltung schlugen in mehreren Bezirken der Hauptstadt Raketen oder Trümmerteile ein. Im Bezirk Petscherskyj brach ein Feuer in einem dreistöckigen Zweckbau aus.

Die ukrainische Luftwaffe hatte laut der Zeitung Ukrajinska Prawda vor dem Einsatz ballistischer Waffen von der russischen Region Kursk aus gewarnt. Nach zwei Uhr nachts folgten demnach Drohnenangriffe, gegen vier Uhr 40 waren erneut Explosionen zu hören. Berichterstatter der englischsprachigen Zeitung Kyiv Independent beobachteten in der Stadt den Einsatz von Abfangraketen des US-Systems Patriot.

Klinik und Akademie getroffen

Der Angriff setzt eine mehrtägige Serie russischer Luftangriffe auf Kiew fort. Zuvor waren nach Angaben Klitschkos am Montag in der Hauptstadt zwei Menschen getötet und 26 verletzt worden. Bereits am Montagnachmittag hatte ein russischer Drohnenangriff das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften im Bezirk Schewtschenkiwskyj getroffen. Dabei starben zwei Menschen, sechs weitere wurden verletzt.

Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, russische Waffen hätten zudem eine Klinik der privaten Kette Dobrobut getroffen. Das Unternehmen bestätigte der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zunächst einen Einschlag in einer Einrichtung und konkretisierte später die Niederlassung.

Vor dem Einzug der Klinik hatte in dem Gebäude eine Filiale des Telekommunikationsunternehmens Ukrtelecom ihren Sitz. Unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie befindet sich der Hauptsitz von Ukrtelecom. Selenskyj forderte die westlichen Partner zu mehr Druck auf Moskau auf.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner