Charlotte Peart hatte im Sommer 2018 einen Scherz auf Lager, den ihr Mann so schnell nicht vergessen sollte. Die damals 28-Jährige aus Whittlesey im Osten Englands erzählte Daniel, sie habe mit einem Rubbellos 250.000 Pfund gewonnen.
Stimmte natürlich nicht.
Wenige Wochen später rief sie ihn wieder an. Diesmal ging es um eine Million Pfund, umgerechnet knapp 1,2 Millionen Euro. Und diesmal stimmte es.
1,50 Pfund Restguthaben auf dem Lottokonto
Ende August 2018 gab Charlotte online ein paar Tipps für die Euromillions-Ziehung ab. Auf dem Lotteriekonto der Familie blieben danach 1,50 Pfund übrig, keine zwei Euro.
Statt das Kleingeld vergammeln zu lassen, setzte sie es auf eine Reihe beim Nebenspiel Euromillions Hotpicks. Sie habe das vorher höchstens zweimal gespielt, sagte sie damals der Lokalzeitung „Peterborough Telegraph“.
Hotpicks gibt es nur in Großbritannien. Wer in der Variante „Pick 5“ alle fünf getippten Zahlen trifft, bekommt eine Million Pfund. Die Chance liegt bei 1 zu 2.118.760.
Für Lotto-Verhältnisse ist das fast schon freundlich. Beim Jackpot von Lotto 6aus49 stehen die Chancen bei 1 zu 140 Millionen.
Bei der Ziehung am 28. August 2018 stimmten alle fünf Zahlen. Charlotte saß mit den drei Kindern zu Hause und hielt die Gewinnmeldung zunächst für Werbung. So schildert sie es jetzt dem britischen „Mirror“.
Ehemann hielt den Lottogewinn für den nächsten Streich
Kaum fähig zu sprechen, rief sie Daniel an. Der selbstständige Zimmermann war gerade auf einer Baustelle und nicht sicher, ob er richtig gehört hatte.
Glauben wollte er es ohnehin nicht. Nach dem Rubbellos-Gag hielt er auch diesen Anruf für einen Scherz, wie er damals dem Lokalblatt sagte. Erst ein Screenshot der Gewinnnachricht überzeugte ihn.
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Selten passte das Sprichwort so genau.
Dabei hatte ausgerechnet Daniel schon als Junge seiner Mutter angekündigt, er werde eines Tages im Lotto gewinnen. Nach dem Gewinn war er überzeugt, seine Zuversicht habe das Glück herbeigeführt. Den Schein gekauft hatte allerdings seine Frau.
Was die Familie mit der Million gemacht hat
Die Wunschliste war kurz: ein Haus, in dem jedes der drei Kinder ein eigenes Zimmer bekommt. Zufällig kam genau in Charlottes Lieblingsgegend von Whittlesey eines auf den Markt.
Im November 2018 zog die Familie ein, im Dezember ging es nach Lappland zum Weihnachtsmann.
Ein Jahr später erzählte das Paar dem Lokalblatt, Charlotte habe ihren Bürojob gekündigt, Daniel arbeite weiter als Zimmermann. Beide machten den Motorradführerschein, ein alter Traum von ihm.
Eisern blieben die Pearts beim Weihnachtsbudget für die Kinder. „Wir hätten ihnen alles kaufen können, aber was hätten sie daraus gelernt?“, sagt Charlotte dem Boulevardblatt.
Steuern musste die Familie auf die Million übrigens nicht zahlen. Lottogewinne sind in Großbritannien steuerfrei, in Deutschland ebenso.
Heute engagiert sich die inzwischen 36-Jährige in ihrer Heimatstadt und hat dort eine Gruppe des Frauen-Serviceclubs Ladies' Circle gegründet.
Peterborough zählt zu den Glücksorten der britischen Lotterie
Ganz allein ist sie mit ihrem Glück nicht. Im Raum Peterborough wurden laut National Lottery seit 1994 insgesamt 142 Lotto-Millionäre gezählt, Platz neun unter den britischen Städten. Spitzenreiter ist Birmingham mit 234.
Landesweit hat die Lotterie mehr als 8000 Millionäre hervorgebracht. Charlotte kennt nach eigenen Worten selbst ein paar weitere Gewinner aus der Gegend.
Lotto-Millionäre in Berlin: Das Glück wohnt im Westen
Auch Berlin hat seinen Glücksbezirk, und der liegt eindeutig im Westen. 2025 wurden acht Berliner zu Lotto-Millionären, sechs davon kamen aus Charlottenburg-Wilmersdorf.
Darunter war der Rekordgewinner, der mit 19 Euro Einsatz 120 Millionen Euro im Eurojackpot abräumte.
Insgesamt zählte Lotto Berlin 2025 1076 Großgewinne über 5000 Euro in der Hauptstadt. Im früheren Westteil wird nach wie vor deutlich mehr getippt als im Osten, was die Bilanz zumindest teilweise erklärt.
nd falls Charlotte heute mit einem Rubbellos vor Daniels Nase wedelt? Dann prüft er vermutlich zuerst das Lottokonto.
Zeitumstellung: Bald gibt es 2.30 Uhr zweimal – Deutschlands Zeitbehörde hat dafür ein eigenes Kürzel
„RaBatman“ an der Supermarktkasse: Kassierer verschenkt 25.696 Euro Rabatt und behält keinen Cent
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