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Minutenprotokoll

Silvester und Neujahr in Berlin – der Liveticker

++ Stadtreinigung kümmert sich um Aufräumarbeiten ++ Brandserie an Carsharing-Autos und Ausschreitungen in der Nacht ++ Bilanz: 390 Festnahmen, 54 verletzte Polizisten ++

Christian Gehrke Kathrin Merz Sören Kittel Carola Tunk Laurenz Cushion Andreas Kopietz Maria Windisch BLZ
36 Min
Polizeieinsatz in der Silvesternacht

Polizeieinsatz in der Silvesternacht

© Tim Wegner/epd

Silvester und Neujahr in Berlin – das Wichtigste in Kürze:

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Wir beenden unseren Liveticker und danken Ihnen fürs Lesen.

1. Januar 2024

17.20 Uhr: Neujahrsbabys: Mehrere neue Hauptstädter geboren

Mehrere Berliner Familien sind mit einer besonders guten Nachricht in das Jahr 2024 gestartet. Am Neujahrstag um 0.15 Uhr kam der kleine Asser im Vivantes Klinikum Am Urban auf die Welt – und dürfte damit zu den ersten seines Jahrgangs in Berlin gehören. Er wog 3660 Gramm bei einer Körpergröße von 51 Zentimetern, wie die Vivantes Kliniken am Montag mitteilten. Bis um 5 Uhr habe es fünf weitere Geburten in den Kreißsälen gegeben. Auch im Helios Klinikum Berlin-Buch gab es direkt zum Jahresbeginn Neugeborene. Allerdings ließ sich Lukas Philipp bis 5.11 Uhr Zeit. Nach den Angaben der Klinik wog er 2670 Gramm bei einer Größe von 49 Zentimetern.

16.30 Uhr: Polizei: Mann flüchtet mit gestohlenem Auto und Kokain vor Kontrolle

Ein 24-jähriger Mann ist laut Polizei mit einem gestohlenen Auto in Berlin-Westend vor einer Kontrolle geflüchtet. Bei der Festnahme verletzte sich ein Beamter, wie die Polizei am Montag mitteilte. Demnach wurde der Mann in der Nacht auf Montag an der Ecke Reichsstraße durch Polizeikräfte zum Anhalten aufgefordert. Der 24-Jährige habe zunächst gehalten, dann aber wieder Gas gegeben und versucht, mit dem 44 Jahre alten Beifahrer zu flüchten. Nach einer kurzen Verfolgung hätten Polizisten das Auto am Spandauer Damm Ecke Meiningenallee gestoppt. Bei der Festnahme ging den Angaben zufolge eine Fensterscheibe des Autos kaputt, ein Polizist zog sich durch das gesplitterte Glas eine Schnittverletzung an der Hand zu.

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Ermittlungen zufolge war der Wagen als gestohlen gemeldet. Zudem hätten die Beamten in dem Auto verkaufsbereit abgepacktes Kokain gefunden. Die Ermittlungen dauern an.

15 Uhr: Berliner Polizisten finden Schimmel auf Einsatzverpflegung

In der Silvesternacht sind Tausende Polizisten in Berlin stundenlang im Einsatz gewesen. An zahlreiche Beamte wurde ein Verpflegungspaket ausgeteilt, in dem sich ekelerregende Brote fanden, wie die Deutsche Polizeigewerkschaft Landesverband Berlin (DPolG Berlin) in den sozialen Netzwerken mitteilte. Dazu wurde ein Bild gepostet, welches deutlich erkennbar Schimmel auf den belegten Broten zeigt.  DPolG-Landeschef, Bodo Pfalzgraf, sagte dazu: „Einsatzkräfte haben das als respektlos empfunden. Die Fehlersuche läuft.“ 

Künftig sollen demnach Qualitätskontrollen eine derartige Lebensmittelverunreinigung verhindern. Eine entsprechende Regelung will die Gewerkschaft schnell anstoßen.

14.35 Uhr: Patient und Angehörige greifen Klinikpersonal an

In einem Lichtenberger Krankenhaus ist es in der Silvesternacht zu einem Gewaltausbruch gekommen. Wie die Polizei erklärte, griffen ein 25-jähriger Patient und seine 16 und 20 Jahre alten Brüder einen Arzt und einen Pfleger gegen 0.45 Uhr an.

Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen die drei Alkoholisierten zunächst aggressiv geworden sein, weil der 25-Jährige aus ihrer Sicht nicht schnell genug beziehungsweise angemessen behandelt wurde. Daraufhin gingen die Männer auf den 42-jährigen Mediziner los, der durch Faustschläge eine Kopfverletzung erlitt, die ambulant behandelt werden musste. Auch ein  32-jähriger Pfleger wurde leicht am Kopf verletzt.

Außerdem sprachen die drei Tatverdächtigen Drohungen gegen das Klinikpersonal aus. Um die Sicherheit der Rettungsstelle zu gewährleisten, wurde das Trio in Präventivgewahrsam genommen. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte Betäubungsmittel. Die Tatverdächtigen mussten sich einer Blutentnahme unterziehen. Ein Fachkommissariat hat die weiteren Ermittlungen übernommen. 

14.30 Uhr: Eisbaden an Neujahr: Berliner Seehunde plantschen im Orankesee

Trotz niedrigen Temperaturen haben sich wieder mehrere Dutzend Eisbader des Vereins Berliner Seehunde zum traditionellen Neujahrs-Schwimmen in den Orankesee gewagt. Mit 5 Grad sei die Wassertemperatur noch vergleichsweise warm gewesen, meinte eine Sprecherin am Montag. „Wir hatten in diesem Winter auch schon 1,2 Grad.“ Nach ihren Angaben trauten sich etwa 45 bis 50 Schwimmerinnen und Schwimmer in den See im Berliner Ortsteil Hohenschönhausen. Einige von ihnen waren kostümiert – manchmal nur mit einer Fliege um den Hals oder einer Weihnachtsmannmütze auf dem Kopf, andere mit einem Ringelanzug.

Den Berliner Seehunden gehören nach eigenen Angaben 190 Menschen im Alter von 12 bis fast 90 Jahren an, die das kalte Wasser lieben und bei jedem Wetter baden gehen. Das koste manchmal auch die Fans Überwindung, heißt es auf der Internetseite des Vereins. „Es macht aber in der Gemeinschaft Spaß, hebt die Stimmung und ist gesund.“

Kostümierte Winterschwimmer des Vereins "Berliner Seehunde" nehmen beim Neujahrsschwimmen im Orankesee ein Bad. 

Kostümierte Winterschwimmer des Vereins "Berliner Seehunde" nehmen beim Neujahrsschwimmen im Orankesee ein Bad. 

© Annette Riedl/dpa

13.50 Uhr: Brand in Mehrfamilienhaus: Bewusstloser Mann von Feuerwehr gerettet

Eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Berlin-Prenzlauer Berg hat in der Silvesternacht gebrannt. Die Polizei vermutet fahrlässige Brandstiftung, wie die Ermittler nun mitteilten. In der Hans-Otto-Straße bemerkte demnach ein Hausbewohner zunächst gegen 18.45 Uhr die akustisch ausgelöste Brandmeldeanlage, Brandgeruch und Rauch im Treppenhaus. Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten den Brandherd in einer Wohnung lokalisieren und auch löschen. Ein Übergreifen auf weitere Wohnungen verhinderten die Einsatzkräfte. Den 58-jährigen Mieter der Wohnung fanden die Einsatzkräfte bewusstlos im Treppenhaus auf. Sie brachten ihn mit einer Rauchgasvergiftung zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Drei weitere Bewohner des Hauses, unter ihnen eine 101 Jahre alte Frau, mussten am Ort wegen des Verdachts von Rauchgasvergiftungen behandelt werden. 

13 Uhr: Kurz nach Mitternacht: Polizeisprinter fährt Jugendliche an

Eine 15-Jährige ist in Berlin-Neukölln von einem Einsatzwagen der Polizei erfasst und dabei schwer verletzt worden. Nach dem Unfall verletzte ein Unbekannter die Polizistin, die gefahren war, wie die Polizei nun mitteilte. Der Sprinter habe die Jugendliche um kurz nach Mitternacht bei einer Einsatzfahrt in der Straße Alt-Buckow erfasst. Die Einsatzkräfte waren demnach mit Blaulicht und eingeschaltetem Martinshorn unterwegs. Zuvor soll die Jugendliche unvermittelt auf die Straße getreten sein. Sie erlitt schwere Verletzungen im Kopf- und Rumpfbereich. Nach dem Unfall trat den Angaben zufolge ein Unbekannter an den Polizeiwagen heran und schlug der Polizistin, die den Wagen gefahren hatte, mehrmals mit der Faust ins Gesicht.

Daraufhin flüchtete der Tatverdächtige laut Polizei mithilfe weiterer Menschen. Verwandte brachten die Jugendliche in ein Krankenhaus. Sie wurde zur weiteren Behandlung stationär aufgenommen. Die Polizeibeamtin wurde durch den Angriff ebenfalls verletzt und ambulant im Krankenhaus behandelt. Die Ermittlungen dauern an.

12.35 Uhr: Frankfurter Allee: Jugendliche läuft auf Straße und wird angefahren

In Berlin-Friedrichshain ist eine Jugendliche bei einem Verkehrsunfall in der Silvesternacht schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei fuhr ein 41-jähriger Taxifahrer gerade die Frankfurter Allee entlang, als eine 15-Jährige unvermittelt auf die Straße getreten sein soll, ohne auf den Verkehr zu achten. Der Mann soll aufgrund der Menschenmengen mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein, konnte einen Zusammenstoß aber trotz Vollbremsung nicht verhindern. Die Fußgängerin erlitt Verletzungen der Wirbelsäule und wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die weiteren Ermittlungen dauern an. 

12.30 Uhr: Polizei-Bilanz: 390 Festnahmen, 54 verletzte Polizisten   

Nach jüngsten Zahlen der Polizei sind in Berlin in der Silvesternacht rund 390 Menschen vorläufig festgenommen worden - viele wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz. Es seien 54 Einsatzkräfte verletzt worden, 30 davon durch Pyrotechnik, sagte Polizeisprecherin Anja Dierschke am Montagmittag. Acht der verletzten Polizisten hätten ihren Dienst nicht fortsetzen können. Insgesamt seien zum Jahreswechsel 720 Ermittlungsverfahren zu Vorfällen im gesamten Stadtgebiet in der Zeit von Silvester 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr am Neujahrstag eingeleitet worden.

Die Polizei sei zufrieden mit dem Einsatzgeschehen, erklärte Sprecherin Dierschke. Das Konzept mit Böllerverbotszonen und vorab definierten Brennpunktbereichen sei aufgegangen. Durch „konsequentes und niedrigschwelliges Einschreiten“ sei es gelungen, Brennpunkte zu vermeiden, so Dierschke. Die deutlich erhöhte Polizeipräsenz im Stadtgebiet habe dazu geführt, dass es auch mehr Festnahmen gegeben habe. Nach den Angaben der Sprecherin waren zu den rund 1000 Polizistinnen und Polizisten in Streifenwagen sowie Wachen mehr als 3200 zusätzliche Einsatzkräfte zu Silvester im Einsatz.

Die Sprecherin betonte, dass es sich bei den Angaben um vorläufige Zahlen zum Silvestereinsatz handele. Das Geschehen werde weiter ausgewertet, so dass noch Veränderungen möglich seien.

11.30 Uhr: BSR legt los: Aufräumarbeiten starten nach der Silvesternacht 

Nach der Silvesternacht haben in Berlin die Aufräumarbeiten begonnen. Beschäftigte der Berliner Stadtreinigung (BSR) waren seit dem frühen Montagmorgen auf den Straßen der Hauptstadt unterwegs. Der Bereich am Brandenburger Tor, wo die traditionelle Silvesterparty gefeiert wurde, und die Straße Unter den Linden gehörten zu den ersten Schwerpunkten. Dort sollte am Mittag der Neujahrslauf 2024 entlangführen.

Rund 500 Beschäftigte sind laut BSR am Neujahrstag in der Stadt unterwegs, um die Spuren aus der Silvesternacht schnell zu beseitigen. Ein Video zeigt die ersten Aufräumarbeiten. Etwa 180 Fahrzeuge wie Kehrmaschinen und Sammeltransporter standen für den Einsatz bereit, wie es hieß.

Am Neujahrstag 2023 sammelte die BSR nach eigenen Angaben rund 520 Kubikmeter Müll ein. Das war mehr als im Jahr 2020 vor der Corona-Pandemie. Damals waren demnach 400 Kubikmeter Müll angefallen.

11. 10 Uhr: Viel Arbeit für Brandkommissariate: Berlinweit brennen Carsharing-Autos

In der Silvesternacht ist es in der Hauptstadt zu zahlreichen Brandstiftungen an Mietfahrzeugen eines Carsharing-Anbieters gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Berliner Einsatzkräfte zeitversetzt zu mehreren Brandherden gerufen. 

Polizei: Hier haben Carsharing-Autos gebrannt: 

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Darüber hinaus kam es zu weiteren Fahrzeugbränden in der Silvesternacht im gesamten Stadtgebiet. Brandkommissariate des Landeskriminalamts haben die weiteren Ermittlungen übernommen.

11 Uhr: Auch Brandenburger Polizei spricht von ruhigem Silvester

Die Silvesternacht in Brandenburg ist in den meisten Teilen des Landes aus Sicht der Polizei ruhiger als in den Vorjahren geblieben. „In der Summe war es etwas weniger“, sagte ein Polizeisprecher am Neujahrsmorgen. Eine andere Sprecherin ergänzte, dass es zwar Angriffe auf Polizeikräfte gegeben habe, allerdings nicht in einem solchen Umfang wie in der Bundeshauptstadt Berlin. Einsatzzahlen wolle man im Laufe des Montags nachreichen, so die Sprecherin.

Die Beamten würden eine positive Bilanz ziehen, führte die Sprecherin aus. Die Angriffe auf Polizeikräfte seien Einzelfälle gewesen, ansonsten überwiegten silvestertypische Einsätze wie Brände und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.

Eine Verletzungsfall sei herausgestochen, betonte die Sprecherin. In Angermünde zog sich eine 56-jährige Frau mit einer Schreckschusswaffe irreparable Schäden an der Hand zu. Der Schuss sei unkontrolliert losgegangen.

10.53 Uhr: 30 Angriffe auf die Feuerwehr Berlin in der Silvesternacht 

598 Einsätze hat die Berliner Feuerwehr zum Jahreswechsel 2023/2024 bewältigt. Das sind 119 Einsätze weniger als im Vorjahr, schreibt die Feuerwehr. In der Silvesternacht wurden 30 Angriffe auf Einsatzkräfte registriert. Hierbei wurden nach jetzigem Kenntnisstand keine Rettungskräfte verletzt.

10.30 Uhr: Innensenatorin Spranger: Silvesterkonzept ist aufgegangen   

Berlins Innensenatorin Iris Spranger hat die erneute Gewalt gegen Polizisten und Rettungskräfte in der Silvesternacht verurteilt. Zugleich zeigte sich die SPD-Politikerin am Montag zufrieden über den Einsatz in der Silvesternacht. Es habe mehr als 300 Festnahmen gegeben, teilte sie bei der Onlineplattform X (vormals Twitter) mit. Trotz deutlich mehr Einsatzkräften im Stadtgebiet gebe es „vergleichsweise wenig Verletzte bei der Polizei“, schrieb Spranger.

Bei den Rettungs- und Einsatzkräften der Berliner Feuerwehr gebe es nach bisherigen Erkenntnissen  keine Verletzen. „Es hat sich gezeigt, dass die monatelangen Vorbereitungen von Berliner Feuerwehr, Polizei Berlin und meinem Haus in Sachen Prävention und konsequenter Intervention aufgegangen sind“, so die Senatorin.

10 Uhr: 65.000 Menschen bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor

Rund 65.000 Menschen haben bei der traditionellen Silvester-Party am Brandenburger Tor laut Veranstalter friedlich gefeiert. Damit sei die Feier auf der Festmeile zwischen dem Berliner Wahrzeichen und der Siegessäule ausverkauft gewesen, teilte eine Sprecherin am Montag mit. Erstmals mussten Gäste eine Eintrittsgebühr von zehn Euro zahlen. Laut Veranstalter waren rund 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz, um einen reibungslosen und friedlichen Ablauf der Feier zu sorgen.

Die Silvester-Party wurde im ZDF live als Show mit dem Namen „Willkommen 2024“ übertragen. Moderiert wurde sie von Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner. Erstmals seit der Corona-Pandemie gab es wieder ein Höhenfeuerwerk. Die Party mit dem Titel „Celebrate at the Gate“ habe medial mehr als 100 Millionen Menschen erreicht, hieß es vom Veranstalter. „Die Bilder vom strahlenden Brandenburger Tor in Berlin gingen in der Silvesternacht ein weiteres Mal um die Welt und haben starke Emotionen erzeugt.“

9.45 Uhr: Brand in Wilmersdorf: Mehrere Menschen in Bar verletzt

Bei einem Brand in einem Garagenkomplex in Wilmersdorf sind in der Silvesternacht mehrere Menschen verletzt worden. Das teilt die Feuerwehr auf X mit. Elf Personen aus einer angrenzenden Bar wurden vom Rettungsdienst gesichtet, davon waren drei verletzt.   

9 Uhr: Feuer in Wohnung in Neukölln 

Die Berliner Feuerwehr hat in der Silvesternacht einen Brand in einem Wohnhaus gelöscht. Das Feuer eignete sich in der Heinrich-Schlusnus-Straße. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers wurden vier Personen gesichtet. 22 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Wohnhaus um ein Seniorenheim.     

8.45 Uhr: Polizei findet Leichen in Wohnungen

Nicht nur Böller und Betrunkene beschäftigen die Berliner Polizei in der Silvesternacht. Vor Mitternacht wurden bereits zwei Tote Menschen gefunden. In Schöneberg habe „sich jemand Sorgen gemacht“, schrieb die Polizei am Sonntagabend im Internetportal X. Gemeinsam mit der Feuerwehr habe man die Tür geöffnet. „Der Verdacht hat sich leider bestätigt. Der Mann wurde tot aufgefunden.“

Zuvor hätten Nachbarn im Stadtteil Westend in Charlottenburg Verwesungsgeruch gemeldet, hieß es in einer anderen Mitteilung. Polizisten hätten in der Wohnung eine tote Frau gefunden. Der Amtsarzt habe die Todesursache nicht feststellen können, die Kriminalpolizei übernimmt den Fall.

8.25 Uhr: Jetzt 27 Böllerverletzte im UKB in Berlin-Marzahn

Im Unfallkrankenhaus in Berlin-Marzahn wurden bereits 27 Menschen mit Feuerwerksverletzungen behandelt. Das schreibt die Klinik auf X. Wie schwer die Verletzungen sind, ist noch unklar. Im letzten Jahr mussten insgesamt 65 Patienten im UKB behandelt werden.   

8.11 Uhr: Auto fährt in Hohenschönhausen gegen Baum, ein Verletzter

In der Pablo-Picasso-Straße in Hohenschönhausen ist ein Auto bei einem Unfall in der Silvesternacht gegen einen Baum gefahren. Der Wagen landete auf dem Dach. Ein Insasse musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Feuerwehr auf X schreibt. Die Unfallursache ist unklar.


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7.30 Uhr: Offenbar keine verletzten Feuerwehrleute in Berlin

Laut ersten Einschätzungen wurden in der Silvesternacht in Berlin keine Feuerwehrleute verletzt. Das sagte ein Sprecher der Berliner Zeitung. Eine offizielle Bilanz steht aber noch aus. Zu Silvester wurden die Feuerwehrleute in speziellen Brennpunkten von Polizisten begleitet. Im vergangenen Jahr war es in der Silvesternacht zu schweren Ausschreitungen.   

7 Uhr: Polizei Berlin beendet Großeinsatz langsam

Die Berliner Polizei hat gegen 6.30 Uhr die letzten größeren Einsätze gefahren. Der Großeinsatz mit 4000 Polizisten wird langsam beendet, so eine Sprecherin der Berliner Polizei. Die Beamten werden jetzt nach und nach aus dem Dienst entlassen.

6.51 Uhr: Jugendliche randalieren in Lichtenrade

Im Ortsteil Lichtenrade haben in der Nacht Jugendliche randaliert. Sie sollen mit Feuerwerk auf alles geschossen haben, was sich bewegt. Die Polizei stellte 18 Personen fest. 

6.40 Uhr: Teenager zünden Müll auf dem Siemensdamm in Spandau an

Schwere Zwischenfälle blieben in der Silvesternacht bisher aus. Die Polizei schreibt auf X von mehreren Schlägereien. Auf dem Siemensdamm in Berlin-Spandau haben in der Nacht 30 bis 40 Teenager Müll angezündet. Die Polizei nahm daraufhin mindestens eine Person fest.   

6 Uhr: Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten in Moabit

In Berlin-Moabit ist es am frühen Neujahrsmorgen in der Seestraße zu einem Verkehrsunfall mit sechs Verletzten gekommen. Das schreibt die Berliner Feuerwehr. Die genaue Unfallursache ist unklar. 

4 Uhr: UKB in Marzahn: Inzwischen 22 Böllerverletzte 

Der Stand der Verletzungen um rund 4 Uhr morgens ist ernüchternd. Derzeit sind im Unfallkrankenhaus Berlin 22 Patienten eingeliefert worden, davon eine weiblich. Das berichtet die Sprecherin Angela Kijewski der Berliner Zeitung. „Die Patienten kommen mit schweren und zum Teil schwersten Verletzungen an der Hand oder am Auge zu uns.“

Die Fälle, die in diesem Jahr berichtet worden, reichen von selbst gebauten Feuerwerk, über unsachgemäßer Umgang mit Böllern bis hin zu falschem Hantieren von Schreckschusspistolen. Bei jenem Fall ist ein Teil des Gesichts weggesprengt worden. Die Operationssäle sind alle belegt. Lebensbedrohlich seien die Patienten jedoch nicht verletzt.

Erfahrungsgemäß wird die Zahl der Verletzungen bis zum Ende des 1. Januars noch weiter ansteigen, sagt Sprecherin Kijewski weiter der Berliner Zeitung. Wenn die Menschen am nächsten Morgen bemerken, dass die Verletzung doch schwerer war, als am Abend gedacht. „Der Hubschrauber startet und landet die ganze Zeit“, sagt sie.

2.35 Uhr. Feuerwehr meldet 776 Einsätze

Im Vergleich zur Silvesterfeier vor einem Jahr sieht die Berliner Feuerwehr zunächst keinen Unterschied was die Menge an Einsätzen betrifft. Bis 2.35 Uhr waren es 776 Einsätze, zu denen die Feuerwehr gerufen wurde. Das meldet die Berliner Feuerwehr auf Anfrage der Berliner Zeitung. Der größte Einsatz ist derzeit in Wilmersdorf: Mehrere Autos in einem Parkhaus stehen in Flammen. 87 Einsatzkräfte sind vor Ort.

Vereinzelt kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte der Feuerwehr, allerdings nicht einem Umfang wie 2023, wie es vorläufig aus der Zentrale der Feuerwehr heißt. 

2.23 Uhr. Schöneberg: Mehrere Scheiben zerspringen nach Explosion  

In Schöneberg wurde offenbar ein Böller gezündet, dessen Explosion so heftig ausfiel, dass mehrere Fensterscheiben zu Bruch gingen. Bisher konnte die Feuerwehr den Vorfall nicht bestätigen.

2.05 Uhr. Polizei zieht positive Zwischenbilanz

Nach Informationen der Berliner Zeitung gab es bis 2 Uhr morgens mindestens 300 Festnahmen auf dem Berliner Stadtgebiet, 15 Polizisten wurden verletzt. Von weiteren verletzten Einsatzkräften ist nichts bekannt zur Stunde. Bei der Silvesterfeier vor einem Jahr wurden 15 Feuerwehrleute sowie 47 Polizisten verletzt. Die Zahl der Festnahmen lag vor einem Jahr bei 145. 

1.51 Uhr. Neukölln: Protest von Palästinensern trotz Verbot 

In der Nähe der Karl-Marx-Straße und der Donaustraße versammeln sich immer wieder Gruppen und protestieren für ein Freies Palästina. Vereinzelt werden Böller in Richtung der Polizei geworfen. Die taucht kurze Zeit später mit Verstärkung auf und löst die Versammlung auf. Laut Sprecher Martin Stralau werden derart Versammlungen immer wieder im ganzen Stadtgebiet gemeldet. Sie werden konsequent aufgelöst, sagt er. Bisher habe es keine Probleme gegeben. 

1.30 Uhr. Marzahn-Hellersdorf: Männer schießen mit Schreckschusspistolen auf Kinder

In Hellersdorf haben offenbar laut Polizei mehrere Männer mit Schreckschusspistolen auf Kinder geschossen. Ob die Kinder verletzt wurden ist nicht bekannt. Laut Polizeiangaben handelt es sich um vier Täter.

1.22 Uhr. Immer mehr Verletzungen gemeldet wegen Feuerwerk

In Friedrichshain ist eine Frau in einem Supermarkt mit einem Böller verletzt worden. Sie muss im Krankenhaus behandelt werden. Das berichtet die Berliner Polizei. Der mutmaßliche Verursacher der Verletzung konnte nicht ausfindig gemacht werden.

In Friedenau wurde auf mehrere Menschen mit Böller geschossen. Am Gesundbrunnen wurden Raketen auf vorbeifahrende Autos gemeldet. 

1.09 Uhr. Alexanderplatz leert sich / Polizei warnt vor Böllerzonen 

Nach Informationen der Berliner Zeitung leert sich der Platz rund um den Fernsehturm langsam. Dafür vermeldet die Polizei Angriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte in verschiedenen Stadtteilen, darunter in Mitte, Charlottenburg, Wedding und Neukölln. 

0.26 Uhr. Alexanderplatz: Böllerverbotszone verlagert sich am

Nach Aussagen der Reporter der Berliner Zeitung verlagert sich die Verbotszone am Alexanderplatz – etwas mehr in Richtung Fernsehturm. Die Polizei verstärkt dort ihre Präsenz deutlich, um zu verhindern, dass es zu Verletzungen und Schlägereien kommt. Zuvor hatten mehrere Augenzeugen berichtet, dass es zu Szenen wie vor einem Jahr gekommen sei: Raketen und Böller seien direkt auf Menschen geschossen worden. 


0.00 Uhr. Berlin feiert das Neue Jahr 2024. 

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein Frohes Neues Jahr vom 13. Stock im Hochhaus am Alexanderplatz.  

31. Dezember 2023

23.55 Uhr. Neukölln: Protest trotz Demoverbot

An der Sonnenallee versammeln sich Menschen, obwohl das verboten wurde.

23.42 Uhr. Kreuzberg: Brand in Fichtestraße

Auf dem sechsten Stock in der Fichtestraße hat ein Balkon gebrannt. Die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern. Augenzeugen berichten, dass vorher Jugendliche dort mit Feuerwerk hantiert haben. Der Brand griff nicht auf Nachbargebäude über. 

23.39 Uhr. Alexanderplatz: Jugendliche beschießen einander mit Feuerwerk (Video)

Reporter der Berliner Zeitung sehen, wie mehrere Jugendliche sich in Gruppen zusammenschließen und andere Gleichaltrige am Alexanderplatz mit Raketen und Böller beschießen. Auch Polizisten werden dabei vor dem Kino Cinestar angegriffen.  

23.34 Uhr. Reinickendorf: Rettungskräfte beschossen

Mitarbeiter von Rettungsdienst und Feuerwehr werden in Reinickendorf mit Schreckschusswaffen beschossen. 

23.22 Uhr. Alexanderplatz: Jenseits der Verbotszone ist es gefährlich wie im letzten Jahr

Der Alexanderplatz ist in den Minuten vor Mitternacht ein zweigeteilter Platz: Auf der einen Seite mit Hotel Park Inn, Weltzeituhr und Polizeiwache ist es ruhig, auf der anderen Seite, wo der Fernsehturm in den Himmel ragt, gilt die Böllerverbotszone nicht mehr. Die Grenze ist der Bahnhof Alexanderplatz.


Bildergalerie

Enrico S. aus Stendal in Sachsen-Anhalt ist mit seinen Eltern nach Berlin gekommen, um hier Silvester zu feiern. „Wir wollten einfach einmal sehen, wie das hier ist in Berlin“, sagt der 43-Jährige. Währenddessen läuft eine ältere Frau weg in Richtung Bahnhof. „Ich muss von diesem Krach weg“, sagt sie.

Auf der Fernsehturm-Seite ist es laut Aussage von Reportern der Berliner Zeitung ähnlich wie im vergangenen Jahr: Schreckschusspistolen werden abgefeuert, Raketen aus der bloßen Hand in die Luft geschossen und immer wieder werfen Jugendliche Böller zwischen die Beine von Passanten. Hier ist es gefährlich wie im letzten Jahr. Hin und wieder patrouilieren Polizisten durch die Menge. Dann wird es kurz ruhiger.

23.15 Uhr. Neukölln: 9 Festnahmen wegen Molotow-Cocktails

In Neukölln nimmt die Polizei neun Menschen fest, als sie dabei sind, Brandsätze selbst herzustellen. Die elf mit Benzin gefüllten Flaschen stellen die Beamten sicher.  

22.53 Uhr. Polizeisprecherin: „Bisher ein typisches Bild für Silvester“

Zwischenbilanz der Polizei: „Noch wird mehrheitlich ruhig gefeiert“, sagt Anja Dierschke von der Berliner Polizei der Berliner Zeitung. „Ich war eben selbst in den Pyroverbotszonen, dort ist es ohnehin ruhig, aber auch außerhalb dieser Zonen haben wir keine größeren Schwerpunktbildungen feststellen können.“ Insgesamt sehe die Polizeisprecherin ein „typisches Bild für Silvester in dieser Stadt“.

22.50 Uhr: Wilmersdorf: Wohnung brennt aus

Im ersten Stock eines Wohnhauses in der Lietzenburger Straße in Wilmersdorf ist eine Wohnung ausgebrannt. 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand, verletzt wurde niemand.

22.37 Uhr: Berlins Innensenatorin Spranger: „Wir werden alles Erdenkliche einsetzen“

„Wir haben so viele Einsatzkräfte vor Ort in Berlin, wie wir sie noch nie hatten. Und wir werden alles Erdenkliche einsetzen“, sagt Berlins Innensenatorin Iris Spranger. „Wenn es nicht friedlich vom Gegenüber kommt, darf sich das Gegenüber auch nicht wundern, wenn auch die Polizei sehr hart eingreift. Und da sind wir uns auch sehr einig, dass das auch gemacht wird.“

22.23 Uhr: Feuerwehr schätzt die Gesamtlage als „relativ ruhig“ ein

Die Feuerwehr zieht eine Zwischenbilanz des Abends: Die Gesamtlage sei „relativ ruhig“, es gebe im Vergleich zu einem normalen Tag mehr Brände.

22.20 Uhr: Märkisches Viertel: Schüsse mit Schreckschusspistole aus 6. Stock

Im Märkischen Viertel schießen Personen aus dem sechsten Stock eines Wohnhauses mit Schreckschusswaffen. Die Polizei rückt an und nimmt ihnen die Waffe ab.

22.13 Uhr: Zehntausende bei Silvesterparty am Brandenburger Tor 

Zehntausende Menschen feiern bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin trotz vereinzelter Schauer und hoher Sicherheitsvorkehrungen. Nach Angaben der Veranstalter wurden bis zum frühen Sonntagabend 45.000 Tickets verkauft, die Party ist für bis zu 65.000 Menschen ausgelegt.

„Ich finde es hier sehr gut organisiert. Es ist nicht so voll“, sagt eine junge Frau aus Stuttgart. Teils haben die Besucher hohe Erwartungen: „Es ist das erste Mal, dass ich Silvester außerhalb von Spanien verbringe. Ich wollte zur spektakulärsten Party, die ich finden konnte“, sagt eine Frau aus Spanien auf der Partymeile.

Zehntausende feiern bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor.

Zehntausende feiern bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor.

© John MacDougall/AFP

22.11 Uhr: Vierter Böller-Verletzter kommt ins Unfallkrankenhaus

Im Unfallkrankenhaus trifft der vierte Böller-Verletzte an diesem Tag ein. Er wird operiert.

22.04 Uhr: Hochhausbrand in Prenzlauer Berg: Sechs Menschen verletzt

Die Feuerwehr gibt ein Update zum Hochhausbrand im Pieskower Weg in Prenzlauer Berg. Eine Wohnung mit Balkon habe in voller Ausdehnung gebrannt. Zwei weitere Balkone seien ebenfalls in Brand geraten. Sieben Personen seien gerettet worden, sechs mussten ins Krankenhaus.

22.02 Uhr: Böller im U-Bahnhof Kottbusser Tor gezündet

Im U-Bahnhof Kottbusser Tor werden Böller gezündet.

22 Uhr: Mehr als 1000 Jugendliche feiern am Alexanderplatz

Mittlerweile feiern laut der Polizei mehr als 1000 vorwiegend Jugendliche. Vereinzelt gebe es Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, überwiegend sei es aber friedlich, teilt die Polizei mit. Zuvor am Abend hatten sich rund 500 Menschen eine Schlacht mit Feuerwerk am Neptunbrunnen geliefert, 200 von ihnen griffen Einsatzkräfte der Polizei an.

21.34 Uhr: Biesdorf: Gruppe mit Partyhüten schießt Feuerwerk auf Autos

Ein Anrufer meldet dem Notruf der Polizei, dass eine Gruppe Autos mit Feuerwerk beschießt. Alle sollen Partyhüte tragen.

21.26 Uhr: Gropiusstadt: Einsatzwagen der Polizei mit Kugelbombe beschossen

In Gropiusstadt wurde ein geparkter Einsatzwagen der Polizei mit einer Kugelbombe beschossen. Das Fahrzeug sei so stark beschädigt worden, dass es aus dem Einsatz genommen werden musste, teilte die Polizei mit. Polizisten seien aber zum Zeitpunkt des Beschusses nicht in dem Wagen gewesen. Verletzt wurde niemand.

21.08 Uhr: Tempelhof: Gruppe beschießt Bus mit Schreckschusswaffen – Festnahmen

In Tempelhof hat eine Gruppe einen Bus mit Schreckschusswaffen beschossen. Die Polizei nahm sechs Personen fest.

20.45 Uhr: Neukölln: Polizei leuchtet Kreuzungen in Böllerverbotszonen aus

Teile der Sonnenallee in Berlin-Neukölln sind von der Polizei mithilfe einer Verbotszone beruhigt worden. Über mehrere hundert Meter wurden die Gehwege mit Gittern abgesperrt, auch die Durchfahrt für den Autoverkehr wurde gestoppt. Ganze Kreuzungen leuchtet die Polizei mit Scheinwerfertürmen aus.

Die Polizei leuchtet die Kreuzungen in den Böllerverbotszonen aus.

Die Polizei leuchtet die Kreuzungen in den Böllerverbotszonen aus.

© Carola Tunk

An beleuchteten Eingängen müssen alle Menschen, die in die Böllerverbotszone wollten, ihre Taschen vorzeigen, um zu beweisen, dass sie kein Feuerwerk dabei haben. Lange Schlangen bilden sich, einige Menschen protestieren auch.

20.38 Uhr: Vereinzelte Schreckschusspistolen und Kugelbomben in Neukölln

An der Ecke Sonnenallee/Weichselstraße sind vereinzelt Schreckschusspistolen zu hören. Auch einzelne Kugelbomben werden abgefeuert. Die Bundespolizei läuft Streife. 

Auf einem Supermarkt-Parkplatz an der Sonnenallee außerhalb der Böllerverbotszone detonierte am Abend ein Sprengkörper so heftig, dass die Druckwelle noch in 30 Metern Entfernung stark zu spüren war.

20.36 Uhr: Die Polizei erinnert: Nur ein Eingang bei Silvesterparty am Brandenburger Tor

Die Polizei erinnert die Besucher der Silvesterparty am Brandenburger Tor daran, dass es nur einen Zugang zum Festgelände gibt. Dieser befindet sich am Großen Stern.

20.34 Uhr: Hermannplatz: Polizei nimmt Mann Schreckschusswaffe, Messer und Drogen ab

Auf dem Hermannplatz in Neukölln schoss ein Mann laut der Polizei mit einer Schreckschusswaffe herum. Als Polizisten ihn überprüften, leistete er heftigen Widerstand. Die Beamten fanden bei ihm neben der Schreckschusspistole auch noch ein Messer und Drogen.

20.32 Uhr: Lankwitz: Jugendliche beschießen Wohnungen und Tiefgarage mit Raketen

In Lankwitz haben Jugendliche laut der Polizei Wohnungen und eine Tiefgarage mit Raketen beschossen.

20.31 Uhr: Alexanderplatz: Riesige Gruppe bewirft sich mit Böllern, Polizei attackiert

Am Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus haben sich laut der Polizei etwa 500 Personen gegenseitig mit Pyrotechnik beschossen. Die Polizei trieb die Gruppe auseinander und kontrollierte nach Feuerwerk. Aus einer etwa 200-köpfigen Gruppe, die sich an den Rathauspassagen aufhielt, seien die Einsatzkräfte mit Feuerwerk beschossen worden, so die Polizei. Es habe Festnahmen gegeben.

20.22 Uhr: Hochhausbrand in Prenzlauer Berg

Im Pieskower Weg in Prenzlauer Berg hat es in einem Hochhaus gebrannt. Die Feuerwehr rückte an, die Polizei sperrte Teile der Straße ab. Laut der Feuerwehr brach das Feuer auf einem Balkon im 15. Stock aus, und schlug auf die Balkone im 16. und 17. Stock über. Fünf Menschen wurden vom Rettungsdienst versorgt.

20.15 Uhr: Silvesterparty am Brandenburger Tor startet, ZDF überträgt live

Die große Silvesterparty Celebrate at the Gate am Brandenburger Tor ist gestartet. Das ZDF überträgt die Show live.

17 Live-Acts treten bei der Silvesterparty auf. Mit dabei sind Ayliva, Smokie-Sänger Chris Norman, Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys, Alice Merton, die isländische Pop-Newcomerin Ásdís, das Beatles Projekt The Analogues, Nathan Evans, Octavian, Twenty4tim, Schlagerrapper Tream, das irische Stepptanz-Original Riverdance, Schlagersängerin Ella Endlich, der Schweizer Sänger & Songwriter Luca Hänni, Pianist Joja Wendt, das Electronic-Dance-Music-Duo Fast Boy, Singer- und Songwriter Moss Kena sowie das DJ-Duo Vize.

Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner moderieren die Veranstaltung wieder. Oli.P berichtet von der rund zweieinhalb Kilometer langen Festmeile und mischt sich unter die Partygäste aus aller Welt.

20.03 Uhr: Charlottenburg: Jugendliche beschießen Bus mit Feuerwerk

Eine Gruppe von Jugendlichen beschießt in Charlottenburg vorbeifahrende Autos mit Pyrotechnik. Ein Bus wird getroffen.

20.01 Uhr: Marzahn: Mann bedroht Passanten mit Messer – Festnahme

In Marzahn soll ein Mann Passanten mit einem Messer bedroht haben. Die Polizei nimmt ihn fest.

19.59 Uhr: Kreuzberg: Rakete durchschlägt Fensterscheibe

In Kreuzberg hat eine Rakete die Fensterscheibe einer Wohnung durchschlagen, meldet die Polizei.

19.43 Uhr: Wegner: Wenn notwendig, „Nacht der Repression“ 

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat ein hartes Vorgehen bei Randale und Ausschreitungen angekündigt. „Heute ist die Nacht, wenn's denn notwendig ist, die Nacht der Repression, wo der Rechtsstaat sich versuchen wird, durchzusetzen“, sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch einer Polizeiwache auf der Sonnenallee – während im Hintergrund Böller zu hören waren. Er verwies zugleich auf Präventionsarbeit in den vergangenen Monaten und Wochen in der Hauptstadt, die Jugendgewalt eindämmen sollte.

Kai Wegner (r, CDU), Regierender Bürgermeister, wird bei einem Besuch der Polizeiwache an der Sonnenallee begrüßt. Zusammen mit Innensenatorin Spranger ließ er sich über die Maßnahmen in der Silvesternacht informieren. 

Kai Wegner (r, CDU), Regierender Bürgermeister, wird bei einem Besuch der Polizeiwache an der Sonnenallee begrüßt. Zusammen mit Innensenatorin Spranger ließ er sich über die Maßnahmen in der Silvesternacht informieren. 

© Paul Zinken/dpa

19.41 Uhr: Neukölln: Starke Polizeipräsenz in Böllerverbotszonen

Innerhalb der Böllerverbotszonen in Neukölln herrscht eine starke Polizeipräsenz. Außerhalb ist dagegen kaum Polizei zu sehen.

19.40 Uhr: Wohnungsbrand in Prenzlauer Berg – bewusstlose Person gerettet

Die Feuerwehr rettet eine bewusstlose Person aus einer brennenden Wohnung in der Hans-Otto-Straße in Prenzlauer Berg. Fünf weitere Menschen wurden bei dem Brand leicht verletzt, eine Katze starb, teilt die Feuerwehr mit. 26 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

19.29 Uhr: Brand in Gesundbrunnen: Soldiner Straße gesperrt

Die Soldiner Straße in Gesundbrunnen wird zwischen Prinzenallee und Koloniestraße gesperrt. Die Feuerwehr löscht dort einen Brand.

19.27 Uhr: Jugendliche randalieren in Charlottenburg

Die Polizei meldet, dass in Charlottenburg fünf Jugendliche auf einem Mietwagen herumspringen. Einer der Jugendlichen habe eine Waffe in der Hand.

19.18 Uhr: Viel Polizei an der Sonnenallee, Platzverweise für größere Gruppen

Die Polizei steht mit vielen Mannschaftswagen an der Sonnenallee. Eine Beamtin sagt, dass es sehr ruhig sei, sie gehe davon aus, dass sich eventuelle Ausschreitungen an andere Orte verlegen würden. An der Kreuzung Pannierstraße Ecke Sonnenallee werden Gruppen durch die Bundespolizei auf Feuerwerkskörper und auf ihre Personalien hin überprüft. Größeren Gruppen werden Platzverweise erteilt.

Die Polizei ist in der Silvesternacht im Großeinsatz – auch in Neukölln sind viele Beamte.

Die Polizei ist in der Silvesternacht im Großeinsatz – auch in Neukölln sind viele Beamte.

© Carola Tunk

19.09 Uhr: Hakenfelde: Schüsse mit Schreckschusspistole auf Passanten und Autos

Laut der Polizei schießt eine Gruppe von Menschen in Hakenfelde mit einer Schreckschusspistole auf Personen und Autos.

19 Uhr: Feuerwehr ruft „Ausnahmezustand Silvester“ aus

Die Berliner Feuerwehr ruft den „Ausnahmezustand Silvester“ aus. Unter anderem in der Leitstelle wird die Personalstärke erhöht: Statt 32 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sind dort dann 78 tätig. Insgesamt sind rund 1500 Feuerwehrleute in der Nacht im Einsatz.

18.51 Uhr: Brennender Müllcontainer am Schlachtensee – offenbar Brandstiftung

Am Schlachtensee löscht die Feuerwehr einen brennenden Müllcontainer. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

18.38 Uhr: Partymeile am Brandenburger Tor füllt sich

Der Zugang zur Silvesterparty am Brandenburger Tor ist geöffnet. Es treffen immer mehr Besucher ein, einige Tausend sind schon da. Noch laufen die Proben. Um 20.15 Uhr beginnt dann die Silvesterparty, die auch live im ZDF übertragen wird.

Es gelten hohe Sicherheitsvorkehrungen, sodass Besucherinnen und Besucher mit längeren Wartezeiten wegen strenger Kontrollen rechnen müssen. Laut Veranstalter können 65.000 Menschen kommen, am späten Sonntagnachmittag waren noch Online-Tickets verfügbar.

Vor dem bunt angestrahlten Brandenburger Tor stehen bereits einige Menschen und gucken bei den Probeläufen zu.

Vor dem bunt angestrahlten Brandenburger Tor stehen bereits einige Menschen und gucken bei den Probeläufen zu.

© Annette Riedl/dpa

18.27 Uhr: Berliner Polizei richtet Böllerverbotszonen ein, Kontrollen

Die Berliner Polizei hat damit begonnen, ihre angekündigten Verbotszonen für Böller und anderes Feuerwerk einzurichten. Auf einer Strecke von mehreren hundert Metern wurden auf der Sonnenallee in Neukölln Absperrgitter an den Bürgersteigen aufgestellt.

Passanten sollen ihre Taschen vorzeigen, weil in den Zonen auch die Mitnahme von Feuerwerk untersagt wurde. Die Polizei ist mit zahlreichen Mannschaftswagen vor Ort, an den Straßenecken stehen Polizisten. Ein Hubschrauber kreist über dem Gebiet.

Polizeibeamte stehen an der Böllerverbotszone am Alexanderplatz an einem Hinweisschild. 

Polizeibeamte stehen an der Böllerverbotszone am Alexanderplatz an einem Hinweisschild. 

© Sebastian Christoph Gollnow/dpa

18.25 Uhr: Reuterkiez: Böller direkt vor Verbotszone

Nur knapp 50 bis 100 Meter von der Verbotszone Ecke Reuter/Weserstraße wird geböllert. Autos fahren langsam, aber niemand wird beschossen.

18.23 Uhr: Polizei: Rund 2000 Menschen waren bei Palästina-Demo

Etwa 2000 Menschen haben sich in der Spitze laut Polizei bei einer propalästinensischen Demonstration in Berlin-Neukölln versammelt.

18.19 Uhr: M4, M5 und M6 halten nicht am Alexanderplatz

Die Straßenbahnen der M4, M5 und M6 halten bis auf Weiteres nicht am Alexanderplatz, teilt die BVG mit.

18.14 Uhr: Jugendliche schießen mit Schreckschusswaffen, Schüsse aus Auto heraus

In Kreuzberg schießen Jugendliche mit Schreckschusswaffen, meldet die Polizei. „Einen haben wir erwischt und ihm die Schreckschusswaffe abgenommen“, hieß es. In Moabit wurde aus einem Auto heraus in die Luft geschossen. In Schöneberg zünden Menschen auf einem Baumarkt-Parkplatz ein „gewaltiges Feuerwerk“ – die Polizei rückt an.

18.09 Uhr: Hubschrauber kreisen über Reuterkiez, Raketen in der Reuterstraße

Über dem Reuterkiez kreisen Polizeihubschrauber. In der Reuterstraße werden Raketen abgefeuert, die Straße liegt in der Böllerverbotszone. An der Pannierstraße und Reuterstraße Ecke Donaustraße hat die Polizei Absperrgitter aufgebaut, man kann aber noch hindurchfahren.

Absperrgitter an der Pannierstraße.

Absperrgitter an der Pannierstraße.

© Carola Tunk

17.48 Uhr: Balkonbrand in Spandau

In Spandau brennt ein Balkon, meldet die Polizei. Die Feuerwehr löscht.

17.30 Uhr: In einer halben Stunde darf regulär geböllert werden – aber nicht in Verbotszonen

Ab 18 Uhr darf in Berlin regulär Feuerwerk angezündet werden. Die Polizei erinnert noch einmal an die Böllerverbotszonen: Sie befinden sich am Alexanderplatz, im Bereich des Steinmetzkiezes in Schöneberg und auf einem Teil der Sonnenallee sowie angrenzender Nebenstraßen.

17.20 Uhr: Lichtenberg: Kinder werfen Böller auf Passanten

In Lichtenberg werfen Kinder vom zweiten und dritten Stock eines Wohnhauses aus Böller auf Passanten. Die Polizei rückt an.

17.12 Uhr: Palästina-Demo am Oranienplatz beendet: „Wir böllern nicht“

Die propalästinensische Demo ist jetzt beendet. Die Abschlussworte der Veranstalter: „Wir feiern kein Silvester und wir böllern auch nicht. Das bringt nur unsere eigene Community in Gefahr, vor allem auf der Sonnenallee“.

17.11 Uhr: BSR erwartet viel Müll – Feuerwerksbatterien müssen per Hand eingesammelt werden

Die BSR erwartet auch in diesem Jahr wieder viel Silvesterabfall – und zahlreiche Feuerwerksbatterien. Diese müssen per Hand eingesammelt werden, weil sie laut Unternehmen zu groß sind für die Saugschächte der Kehrmaschinen. Die BSR bat darum, die Batterien separat zu entsorgen und auch keine leeren Flaschen auf den Straßen liegenzulassen wegen der Verletzungsgefahr.

500 Beschäftigte sollen laut Unternehmen am Neujahrstag unterwegs sein, um die Spuren aus der Silvesternacht schnell zu beseitigen. Für den Spezialeinsatz stünden etwa 180 Fahrzeuge wie Kehrmaschinen und Sammeltransporter bereit, hieß es. 

17.07 Uhr: Gesundbrunnen: Mann beschießt vom Balkon aus Kinder mit Raketen

Die Polizei wird nach Gesundbrunnen gerufen, weil dort ein Mann von einem Balkon aus Kinder mit Raketen beschießt.

16.51 Uhr: Palästina-Demo hat Oranienplatz erreicht

Die propalästinensische Demo hat den Oranienplatz erreicht. Die Veranstalter bedanken sich bei den Teilnehmern. Dem Senat und der Bundesregierung wird „Spaltung“ und „Kriminalisierung“ vorgeworfen.

16.37 Uhr: U-Bahnen halten nicht mehr am Brandenburger Tor

Die Züge der U5 halten nicht mehr am Brandenburger Tor.

16.32 Uhr: Weißensee: Jugendliche beschießen Passanten mit Raketen

In Weißensee haben Jugendliche Passanten mit Raketen beschossen, teilt die Polizei mit. Verletzt wurde jedoch niemand.

16.27 Uhr: Palästina-Demo erreicht gleich Oranienplatz

Die propalästinensische Demo ist jetzt am Kottbusser Tor vorbeigezogen und erreicht gleich den Oranienplatz, dort soll es eine Abschlusskundgebung geben.

16.13 Uhr: Polizei spricht von 1700 Teilnehmern bei Palästina-Demo

Die propalästinensische Demo ist laut der Polizei auf 1700 Teilnehmer angewachsen. Gestartet war die Kundgebung zunächst lediglich mit etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Hermannplatz. Es gab jedoch einen starken Zulauf. Die Lage Richtung der Route Kottbusser Tor wirkt ruhig. Besondere Vorkommnisse oder Zwischenfälle waren laut Polizei nicht bekannt.

15.57 Uhr: Feuerwehr ruft um 19 Uhr Ausnahmezustand aus

Die Feuerwehr wird am Silvesterabend um 19 Uhr den „Ausnahmezustand Silvester“ ausrufen, sagt Landesbranddirektor Karsten Homrighausen. Das heißt, dass unter anderem in der Leitstelle die Personalstärke erhöht wird: Statt 32 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sollen dort dann 78 tätig sein.

15.54 Uhr: S-Bahnen halten wegen Silvesterparty nicht am Brandenburger Tor

Die S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 halten wegen der Silvesterparty ab 16 Uhr nicht mehr am S- und U-Bahnhof Brandenburger Tor, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilt. Einlass für die Silvesterparty ist um 16 Uhr.

15.48 Uhr: Illegaler Feuerwerksverkäufer hat auch Dopinglabor

Weil ein Mann vor einem Späti in Charlottenburg illegales Feuerwerk aus dem Kofferraum verkaufte, durchsuchte die Polizei seine Wohnung und seinen Keller. Das Ergebnis: Neben „Unmengen“ illegaler Pyrotechnik, wie es die Polizei nannte, fanden die Ermittler auch ein Dopinglabor.

15.27 Uhr: Rund 1300 Teilnehmer auf Palästina-Demo 

Laut der Polizei sind es mittlerweile rund 1300 Teilnehmer bei der propalästinensischen Demo. Der Demozug befindet sich jetzt auf Höhe des U-Bahnhofs Schönleinstraße.

14.50 Uhr: 700 Demoteilnehmer laufen jetzt los – das ist die Route

Es sind jetzt deutlich mehr Menschen auf dem Hermannplatz und in der Umgebung, sagt die Polizei. Die etwa 700 Teilnehmer der propalästinensischen Demo setzten sich Richtung Kreuzberg in Bewegung. Es geht vom Hermannplatz über den Kottbusser Damm, die Schönleinstraße, das Kottbusser Tor, die Adalbertstraße und die Oranienstraße. Ziel soll am frühen Abend der Oranienplatz sein.

14.32 Uhr: Erste Festnahme bei Pro-Palästina-Demo in Neukölln

Eine Person wurde wegen Vermummung vorläufig festgenommen. Es wird am Mikrofon vom Veranstalter aufgefordert, nicht vermummt zu sein, damit die Veranstaltung nicht abgebrochen wird.

14.30 Uhr: Erste Redebeiträge auf dem Hermannplatz in Neukölln

Die Pro-Palästina-Demo reiht sich jetzt auf der Straße auf, es wurden die Demorichtlinien vorgelesen. Es folgen erste Redebeiträge. Die Veranstalter sagen: Es gebe während „eines Genozids“ an Silvester nichts zu feiern und während eines Krieges könne man auch nicht böllern.

14.15 Uhr: Pro-Palästina-Demo auf dem Hermannplatz beginnt

Pro-Palästina-Demo auf dem Hermannplatz beginnt. Der Start verspätete sich um eine Stunde. Die Polizei spricht auf Anfrage von 180 Demonstranten.

13.15 Uhr: Polizei sperrt Hermannplatz in Neukölln ab

Die Polizei hat zu Beginn der propalästinensischen Demo heute in Neukölln den Hermannplatz abgesperrt. Noch sind keine Teilnehmer da. Es heißt, der Veranstalter habe die Demo auf 14 Uhr verschoben. Offiziell bestätigt ist dies aber nicht.

Mehrere Mannschaftswagen der Polizei am Hermannplatz in Neukölln

Mehrere Mannschaftswagen der Polizei am Hermannplatz in Neukölln

© Laurenz Cushion

12.50 Uhr: UKB in Marzahn: Bereits drei Menschen mit Böllerverletzungen

Im Unfallkrankenhaus in Berlin-Marzahn wurden bereits drei Menschen mit schweren Böllerverletzungen behandelt. Das schreibt das UKB auf X am Silvestervormittag. Die Mediziner stellen sich darauf ein, in der Nacht durchgehend operieren zu wollen.

12.40 Uhr: Beide Pro-Israel-Demos in Neukölln abgesagt

Beide Pro-Israel-Demos in Neukölln wurden vom Veranstalter abgesagt, wie eine Polizeisprecherin der Berliner Zeitung erklärte. Unter dem Motto „Solidarität mit Israel – Demonstration mit Fahnenmarsch“ wollten Demonstranten ab 22 Uhr vom Hermannplatz Richtung Kottbusser Tor laufen. Zudem wollten Pro-Israel-Demonstranten unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt. Und hier. Neukölln friedlich gegen Antisemiten und Straftäter.“ vom Richardplatz Richtung Hermannplatz laufen. Beides findet nicht statt. Veranstalter letzter Demo ist der ehemalige FDP-Politiker Marcel Luthe.

12 Uhr: Mehrere Pro-Israel-Demos, eine Pro-Palästina-Demo in Neukölln

Für eine propalästinensische Demonstration am Neuköllner Hermannplatz, die ab 13 Uhr startet, haben sich etwa 1000 Menschen angemeldet. Zwei Pro-Israel-Demos sind in der Silvesternacht geplant – ebenfalls in Berlin-Neukölln. Unter dem Motto „Solidarität mit Israel – Demonstration mit Fahnenmarsch“ ziehen Demonstranten ab 22 Uhr vom Hermannplatz Richtung Kottbusser Tor. Zudem wollen Pro-Israel-Demonstranten unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt. Und hier. Neukölln friedlich gegen Antisemiten und Straftäter.“ vom Richardplatz Richtung Hermannplatz laufen.

11.20 Uhr: So sehen die Sicherheitshinweise für die Feuerwehr aus

Die Berliner Feuerwehr hat für die Silvesternacht besondere Sicherheitshinweise erhalten. Nach Informationen der Berliner Zeitung ging ein Briefing an die Mitarbeiter raus. Ziel sei die Gewährleistung des Schutzes der körperlichen Unversehrtheit von Feuerwehr- und Rettungskräften, hieß es. Vor Verlassen ihres Fahrzeugs müssen die Feuerwehrleute – sowohl bei der Brandbekämpfung als auch im Rettungsdienst – ihren Helm aufsetzen. Um die Augen zu schützen, sollen sie ihr Helmvisier herunterklappen. Die Schutzkleidung aus PBI-Matrix-Gewebe, das kurzzeitig bis zu 1000 Grad Celsius aushält, soll vollständig geschlossen getragen werden.

Die Feuerwehrleute sind zudem gehalten, die Luken und Fenster ihrer Fahrzeuge zu schließen sowie fortwährend ihr Umfeld zu beobachten – insbesondere was Menschenansammlungen betrifft. Ihre Fahrzeuge sollen sie taktisch günstig abstellen, um notfalls den Rückzug anzutreten. Wenn sie aussteigen, sollen sie ihr Fahrzeug verriegeln. Denn in der letzten Silvesternacht kam es vor, dass Randalierer ein Löschhilfsfahrzeug plündern wollten.

Die 545 ehrenamtlichen Mitarbeiter der freiwilligen Feuerwehren, die in dieser Nacht im Einsatz sind, werden grundsätzlich in den Brennpunktbereichen eingesetzt. Wie berichtet, hat die Polizei drei solcher Bereiche definiert: 1. in Wedding, Gesundbrunnen, den Soldiner Kiez bis zum Märkischen Viertel. 2. In Südneukölln bis nach Schöneberg und 3. In Nord-Neukölln von der High-Deck-Siedlung bis Hermannplatz und Kottbusser Tor.

Die Feuerwehr wird mit 1523 Einsatzkräften und 421 Fahrzeugen in Berlin unterwegs sein.

11.00 Uhr: Betrunkener schießt in Lichtenberg vom Balkon: SEK-Einsatz

Ein betrunkener Mann hat im Lichtenberger Ortsteil Hohenschönhausen mit Feuerwerk und einer Pistole vom Balkon geschossen. Wie ein Sprecher der Polizei sagte, ereignete sich der Vorfall am Abend vor Silvester in der Zingster Straße in einem Hochhaus. Weil die Lage vor Ort unklar war, rückte das SEK an und nahm den 33-jährigen Mann vorläufig fest.  Bei einer Durchsuchung der Wohnung wurden eine Schreckschusspistole und mehrere Waffenattrappen gefunden. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von mehr als 1,4 Promille. Der Mann kam in Gewahrsam, wo eine Blutkontrolle angeordnet wurde.

10.15 Uhr: Mehrere Autos brennen in Berlin

Nach mehreren Autobränden in Berlin ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Brandstiftung. Bei einem Feuer in der Holzmarktstraße in Mitte wurden in der Nacht zum Sonntag laut Polizei insgesamt vier Autos beschädigt. Ein Anwohner bemerkte gegen 2.15 Uhr den Brand an einem Fahrzeug. Dadurch habe es Schäden an drei weiteren Wagen gegeben, teilte ein Polizeisprecher mit. Insgesamt sei die Feuerwehr in der Nacht zum Sonntag zwischen 0.20 bis etwa 4.00 Uhr zu neun Fahrzeugbränden im Stadtgebiet ausgerückt, teilte ein Feuerwehrsprecher mit.

Menschen wurden bei den Bränden nach Polizeiangaben nicht verletzt. Bei den Vorfällen habe in der Regel ein Auto gebrannt, angrenzende Fahrzeuge seien dann durch die Hitze beschädigt worden oder weil die Flammen übergriffen. Dies war laut Polizei auch auf einem größeren Parkplatz in der Landsberger Allee der Fall, wo ein Anwohner gegen 3.10 Uhr ein brennendes Auto bemerkte.

9.30 Uhr: Berlin-Kaulsdorf: Mann verliert Hand durch Rakete

Kurz vor Silvester hat ein Mann beim Zünden einer Feuerwerksrakete im Berliner Ortsteil Kaulsdorf eine Hand verloren. Der 40-Jährige habe die Signalrakete am Samstag auf der Terrasse eines Bungalows in der Habsheimer Straße (Bezirk Marzahn-Hellersdorf) gezündet, teilte die Berliner Polizei am Sonntagmorgen mit. Unmittelbar nach der Zündung sei die Rakete in seiner Hand explodiert. Er kam in ein Krankenhaus. Bei einer Durchsuchung sei weitere Pyrotechnik bei ihm gefunden und beschlagnahmt worden.

Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich bei dem Feuerwerkskörper um eine Signalrakete der Kategorie F4. Solche Großfeuerwerke dürfen nur ausgebildete Pyrotechniker verwenden. Ob der 40-Jährige über eine solche Erlaubnis verfüge, werde nun geprüft, hieß es. Das LKA ermittelt. Feuerwerkskörper werden in vier Kategorien aufgeteilt. Zur Kategorie F1 zählen Kleinstfeuerwerke wie Wunderkerzen, Tischfeuerwerke und Scherzartikel.

8.00 Uhr: Erste Ausschreitungen mit Böllern in Neukölln und Pankow

In der Nacht vor Silvester hat es in Berlin bereits erste Ausschreitungen mit Böllern gegeben. Vor dem Rathaus Pankow wurde eine Person mit einem Knaller verletzt und musste ins Krankenhaus. Im Reuterkiez in Neukölln beschossen mehrere Personen Häuser und Autos. Sowohl in Pankow als auch in Neukölln kam es zu Festnahmen.

7.30 Uhr: 4000 Polizisten und etwa 1500 Feuerwehrleute im Einsatz

Nach Krawallen und Ausschreitungen beim vergangenen Jahreswechsel steht die Berliner Polizei vor einem ihrer größten Silvestereinsätze. 3000 Polizistinnen und Polizisten aus der Hauptstadt und anderen Bundesländern sind nach Angaben von Polizeipräsidentin Barbara Slowik in der Nacht auf den Straßen. 1000 weitere Beamte sind in 220 Streifenwagen und in den 37 Polizeiwachen im Einsatz. Dazu kommen 500 Bundespolizisten auf den Bahnhöfen. Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen wollen mit insgesamt mehr als 1500 Einsatzkräften aktiv sein.

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