Singapur

Laute Musik im Bus: Fahrgäste in Singapur müssen mit hohen Geldstrafen rechnen

Wer im Bus laut Musik hört oder die Füße auf Sitze legt, muss in Singapur mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Singapur-Dollar rechnen. Für schwerere Verstöße sind höhere Geldstrafen möglich.

3 Min
Ein Bus in Singapur (Symbolbild)

Ein Bus in Singapur (Symbolbild)

© Bernd Leitner/imago

Fahrgäste in Singapur können mit Geldstrafen belegt werden, wenn sie sich in öffentlichen Bussen störend verhalten. Die Land Transport Authority (LTA) teilte mit, dass unter anderem lautes Abspielen von Musik oder anderen Audios, das Auflegen der Füße auf Sitze, das Wegwerfen von Müll sowie Essen und Trinken mit bis zu 500 Singapur-Dollar (etwa 340 Euro) geahndet werden können, wie die Zeitung The Straits Times berichtet.

Bis zu 5000 Dollar bei schweren Verstößen

Für schwerere Verstöße gilt laut LTA eine Höchststrafe von 5000 Singapur-Dollar (etwa 3400 Euro). Dazu zählen etwa das Verursachen von Behinderungen oder Gefahren für andere Fahrgäste an Busbahnhöfen und Terminals sowie das Verschmutzen von Bussen oder Busbahnhöfen. Die neuen Vorschriften gelten ab dem 23. September.

Nach Angaben der Straits Times können bestimmte Mitarbeiter der öffentlichen Busunternehmen, darunter Kontrolleure und Personal an Busbahnhöfen, bei einem mutmaßlichen Verstoß nun entsprechende Mitteilungen ausstellen. Anschließend untersucht die LTA den jeweiligen Fall.

Die neuen Strafen orientieren sich an den bereits bestehenden Regeln für den Bahnverkehr, wie die BBC berichtet. Die LTA eklärte laut der Straits Times, dass sie bei der Durchsetzung weiterhin Rücksicht auf Fälle nehmen werde, in denen Fahrgäste körperliche oder psychische Erkrankungen haben.

Was dürfen Busfahrer?

Busfahrer selbst dürfen solche Mitteilungen nicht ausstellen, „damit ihre Kernaufgabe, den Bus sicher zu betreiben, nicht beeinträchtigt wird“, so die LTA. Sie könnten Fahrgäste jedoch auffordern, störendes Verhalten zu beenden, und sie bei Nichtbefolgung zum Aussteigen auffordern. Verweigere ein Fahrgast die Kooperation, könne der Busfahrer die Betriebsleitstelle oder die Polizei um Hilfe bitten.

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Zuvor galten für Busse bereits Verhaltensregeln, die vor allem über die Beförderungsbedingungen der Unternehmen durchgesetzt wurden. Fahrer konnten Fahrgäste laut BBC auch vorher auffordern, auszusteigen. Nun werden entsprechende Verhaltensweisen dem Bericht zufolge jedoch als gesetzliche Verstöße mit Geldstrafen erfasst.

Auch in Städten wie Peking, Krakau und Toronto haben Verkehrsbetriebe das Abspielen lauter Musik ohne Kopfhörer verboten, wie CNN berichtet. Die Durchsetzung werde jedoch unterschiedlich gehandhabt. In Krakau droht Fahrgästen eine Geldstrafe von bis zu 200 Złoty, wenn sie „die Ruhe im Fahrzeug stören“, wie BBC berichtet.

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