MÜNCHEN. CSU-Generalsekretär Markus Söder (CSU) hat die SPD aufgefordert, über eine Befragung ihrer Mitglieder ihr Verhältnis zur Linkspartei zu klären. Er wolle "vor der Wahl von der SPD eine ultimative Klärung haben, welche Option sie nach der Wahl ziehen würde: Große Koalition oder Zusammenarbeit mit den Linksradikalen", sagte Söder der Berliner Zeitung. Nur ein Mitgliederentscheid sei glaubhaft. "Alles andere hat die SPD schon einmal versprochen und gebrochen", sagte Söder. Bundeskanzler Schröders Aussage, dass ein Bündnis mit der Linkspartei nicht infrage käme, sei nicht ausreichend: "Schröder hat nach der Wahl nichts mehr zu sagen". Zudem sprach sich der CSU-Politiker gegen eine Koalition von Union und Sozialdemokraten aus. "Mit denen, die jetzt in der SPD hochkommen, ist diese Partei nicht mehr die neue Mitte". Das sei "die Linke", mit der könne man Deutschland nicht verändern. Zum Thema eines Ministerpostens für den bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) unter einer möglichen Kanzlerin Angela Merkel, sagte Söder: "Der Vorsitzende der CSU sitzt grundsätzlich am Kabinettstisch - egal ob in Berlin oder in München. Aber die Entscheidung fällt nach der Wahl." Seiten 1 und 5
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