Im schon lange währenden Streit zwischen Anwohnern und Bewohnern des BB Hotels in der Fuggerstraße in Berlin-Schöneberg hat der Bezirk offenbar eine neue Maßnahme ergriffen. Wie die Zeitung B.Z. berichtete, bringen die Bezirke dort keine Menschen mehr unter.
Seit zehn Jahren wird das Hotel als Unterkunft für Obdachlose genutzt. In der Straße sind vornehmlich Sinti und Roma aus Osteuropa untergebracht. Seit einiger Zeit kommt es zu Konflikten mit den Anwohnern.
Fuggerstraße: Streit mit Anwohnern dauert schon lange
Anwohner klagen über Müll, Kriminalität, Ungeziefer und Angriffe, die sie offenbar erleiden mussten. Allein in diesem Jahr gab es bereits über 100 Polizeieinsätze in der Straße. Vom 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 waren es 102. Im August 2025 wurde aufgrund festgestellter erheblicher Hygienemängel ein Belegungsstopp für die Unterkunft verfügt.
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Matthias Steuckardt (CDU), Vizebürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, bestätigt gegenüber der Zeitung: „Es gibt in der Einrichtung derzeit keine Unterbringung nach ASOG.“ Das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG) regelt die Unterkunft Obdachloser in der Hauptstadt. „Die Unterkunft ist komplett leergezogen. Dort wohnen nur noch 28 Selbstzahler“, so der Politiker. Die FDP will eine Schließung des Hotels erreichen. Dafür sammeln die Parteimitglieder jetzt 1000 Unterschriften, so kann ein entsprechender Antrag in das Bezirks-Parlament eingebracht werden. Der Bezirks-Chef der FDP, Holger Krestel, beklagt nicht nur hygienische Mängel, sondern auch Sozialleistungsbetrug durch einige der Bewohner. Im Oktober kontrollierte das Jobcenter das Hotel.
Zum Eklat kam es im Oktober, als zwei Anwohner Anzeige gegen die Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe (SPD) erstatteten. Die Senatorin habe in einer Fragestunde im Berliner Abgeordnetenhaus am 25. September folgendes gesagt: „Mit Versachlichung meine ich auch, dass dieser Personengruppe auch rassistische Elemente in der Berichterstattung und in Aussagen, die getroffen werden, gemacht wurden, was ich so nicht stehen lassen möchte.“ Diese Vorwürfe wiesen die Anwohner als Verleumdung von sich.
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