Eine Starship-Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX ist erstmals in eine Erdumlaufbahn gestartet. Die Rakete startete am Montag zu ihrem 14. Testflug vom Weltraumbahnhof Starbase im US-Bundesstaat Texas und erreichte den Orbit kurze Zeit später, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Bei vergangenen Testflügen sei die Rakete in geringerem Abstand zur Erde geflogen.
Allerdings verlief der Start nicht ohne Probleme. Nach Angaben von Reuters fiel eines der Triebwerke früher als vorgesehen aus. Ein Sprecher von SpaceX erklärte zunächst, dass Starship deshalb möglicherweise nicht die Umlaufbahn erreichen könne. Nach einer Rückmeldung der Ingenieure gab das Unternehmen jedoch Entwarnung: Das Raumfahrzeug könne den geplanten Flug trotz des Triebwerksausfalls fortsetzen.
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Sechs Erdumrundungen geplant
Wie Reuters und AP berichteten, soll die Rakete während des rund zehnstündigen Testflugs sechs Erdumrundungen absolvieren. Dabei soll das Raumfahrzeug 26 Satelliten der neuesten Starlink-Generation in den Orbit bringen. Nach Angaben von AP wurden die Satelliten während des Fluges nacheinander ausgesetzt.
Die Starship-Rakete besteht aus zwei Teilen: einer oberen Stufe und dem sogenannten Super-Heavy-Booster, der die Rakete beim Start antreibt. Die gesamte Rakete ist nach Angaben von AP rund 124 Meter hoch. Während die obere Stufe weiter flog, sollte der Booster Reuters zufolge im Golf von Mexiko niedergehen.
Die Starship-Rakete ist darauf ausgelegt, vollständig wiederverwendbar zu sein. Dadurch sollen die Kosten für Raumflüge langfristig sinken. Wie AP berichtete, arbeitet SpaceX daran, sowohl den Booster als auch das Raumfahrzeug selbst nach einem Flug zurückzuholen und erneut einzusetzen. Bei einem künftigen Testflug soll es mit mechanischen Greifarmen am Startturm aufgefangen werden.
Starship-Rakete: Mondlandung als Ziel
SpaceX will die Starship-Rakete künftig für den Transport großer Mengen an Satelliten ins All und für bemannte Mondmissionen einsetzen. Langfristig verfolgt Unternehmensgründer Elon Musk auch das Ziel, Menschen zum Mars zu bringen, wie AP berichtete. Das Raumfahrtzeug könnte auch bei der künftigen Mondmission der US-Raumfahrtbehörde Nasa eingesetzt werden.
Für die frühestens 2028 geplante Artemis-IV-Mission ist eine Mondlandung mit Starship von SpaceX oder dem Mondlander Blue Moon von Blue Origin vorgesehen, wie AP berichtet. Welches der beiden Raumfahrzeuge zum Einsatz kommt, hänge davon ab, welches zuerst einsatzbereit ist.
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