Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Vorsitzender Markus Söder haben Kanzleramtschef Thorsten Frei am Mittwoch offiziell als neuen Fraktionsvorsitzenden für die CDU im Bundestag vorgeschlagen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Zuvor hatten verschiedene Medien und auch die dpa die neue Rolle für Frei bereits gemeldet. In einer digitalen Sitzung des Fraktionsvorstands, an der Merz und Söder teilnahmen, wurde sein Name nun wohl auch offiziell vorgeschlagen.
Der bisherige Chef des Bundeskanzleramts, Thorsten Frei (CDU), soll als Nachfolger von Jens Spahn Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag werden. Auf diesen Vorschlag verständigten sich die Chefs von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Unionskreisen erfuhr.
Spahn war am vergangenen Samstag von seinem Amt zurückgetreten. Letzte Woche wurde bekannt, dass Spahn und sein Ehemann Daniel Funke Eltern mithilfe einer Leihmutter wurden.
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CDU lehnt Legalisierung der Leihmutterschaft ab
Offiziell ins Amt kommt der Nachfolger erst durch Wahl in der Fraktion, die dafür am kommenden Mittwoch in Berlin zu einer Sondersitzung zusammenkommen soll. Unklar ist bisher, ob es neben der Nachbesetzung im Kanzleramt auch noch zu weiteren Änderungen im Kabinett kommen wird.
Am Mittwochnachmittag kommt der der Vorstand der Unionsfraktion zu einer kurzfristig einberufenen digitalen Sitzung mit den Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Merz und Söder, zusammen. Interims-Fraktionschef Alexander Hoffmann und der Parlamentarische Geschäftsführer Steffen Bilger luden die Mitglieder für 15 Uhr dazu in einer SMS ein, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Die Union lehnt die Legalisierung von Leihmutterschaften in Deutschland jedoch ab In einem Beschluss des CDU-Parteitags im Februar dieses Jahres hieß es: „Angesichts ethischer, rechtlicher und praktischer Bedenken gegenüber Leihmutterschaft bekräftigt die CDU Deutschlands ihre Forderung, Leihmutterschaft – auch in altruistischen Modellen – in Deutschland weiterhin zu verbieten, um Missbrauch, Ausbeutung und gesundheitliche Risiken zu verhindern.“ Auch Spahn hatte sich in der Vergangenheit selbst kritisch zur Leihmutterschaft geäußert.
Nach Gesprächen mit Merz hatte der 46-Jährige seinen Rücktritt per Schreiben an die Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU erklärt. Der Spagat zwischen seiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an ihn als Fraktionschef sei größer geworden, als von ihm erwartet.
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