HALENSEE. Frühestens im Jahr 2007 rechnet der Investor für das Möbelzentrum auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs Halensee mit einer Baugenehmigung. Wie berichtet, will das österreichisch-bayerische Unternehmen Lutz-Neubert auf dem ehemaligen Bahngelände gleich drei Möbelhäuser mit rund 55 000 Nutzfläche bauen. "Wir planen ein XXX-Lutz-Wohnkaufhaus mit gehobenem Sortiment, einen Mömax-Markt mit vorwiegend jungen, designorientierten Waren sowie einen Möbelix-Abholmarkt", sagt Geschäftsführer Rudolf Christa.Das Vorhaben ist im Bezirk heftig umstritten. Mit nur einer Stimme Mehrheit beschloss kürzlich das Bezirksparlament, dass ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Dafür votierten FDP, SPD und PDS, dagegen sind die Grünen und die CDU. Die Aktionsgemeinschaft Bürgerbündnis, zu der sich sieben bezirkliche Bürgerinitiativen zusammengeschlossen haben, will mit einem Bürgerbegehren die Ansiedlung stoppen. Befürchtet werden mehr Verkehr und Lärm in den anliegenden Wohngebieten. Außerdem wird kritisiert, dass 29 mittelständische Firmen für das Projekt das Gelände räumen müssen.Die SPD will nun mit einer so genannten Machbarkeitsstudie prüfen lassen, wie das Vorhaben mit den Interessen der Anwohner und Gewerbetreibenden vereinbar ist. Geklärt soll werden, ob ein "Deckel" über der Stadtautobahn sinnvoll und finanziell realisierbar ist. Die Bahn-Immobilientochter Vivico, noch Eigentümer des Geländes, hat zugesagt, die Studie, die von unabhängigen Gutachtern erstellt werden soll, zu finanzieren. (el.)
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