Sigurd Hauff ist unumstrittener Kandidat der Spandauer Sozialdemokraten für das Amt des Bürgermeisters in der Havelstadt. Er erhielt bei der gestrigen Urwahl 984 der 990 abgegebenen Stimmen."Da hüpft doch einem alten Sozialdemokraten das Herz im Leibe." Dieser Ausruf von seinem Amtsvorgänger Werner Salomon galt nicht dem schönen Wetter. Er und viele seiner Genossinen und Genossen waren überrascht, welchen Ansturm diese erste Urwahl der SPD für die Kandidaturen ausgelöst hatte. Schon vor Wahlbeginn versammelten sich im Seniorenklub Südpark an der Weverstraße Dutzende Parteimitglieder. Die Spandauer SPD-Vorsitzende Ursula Meys und Kreiswahlleiter Thomas Kleineidam achteten trotz des Ansturms darauf, daß die Wahlurnen hier und in vier weiteren Wahllokalen erst um elf Uhr freigegeben wurden. Zu den ersten Wählern gehörte Sigurd Hauff. Spannend war eigentlich nur, wer Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters wird. Bei den Kandidaten für das höchste Berliner Amt lag Ingrid Stahmer in Spandau mit 561 Stimmen vor Walter Momper, der nur 424 Stimmen bekam. Hauff bezeichnete die Wahl als einen "Glücksfall": "Mit dieser Urabstimmung macht die Berliner SPD der gesamten Partei etwas vor."Als Kandidaten für das Amt des Spandauer Bürgermeisters gab es dagegen von der SPD nur einen einzigen Bewerber: Sigurd Hauff. Hier war nur interessant, wie hoch die Zustimmung der Parteibasis für den jetzigen Bürgermeister ausfallen würde. Das er allein zum Kandidaten auserkoren wurde, wertete Hauff als "ein Zeichen der Wertschätzung für meine Arbeit".Auch für viele Wähler gab es hinsichtlich des Spitzenkandidaten keinen Zweifel. "Hauff spricht für sich", so Parteichefin Meys. "Er ist unumstritten." Ähnlich sahen es auch andere Genossen. Werner Salomon über seinen Nachfolger: "Hauff hat in den zwei Jahren seines Amtes eine sehr gute Arbeit gemacht. Da gibt es nichts zu deuteln."Für ein älteres SPD-Mitglied ist Hauff, der vor Jahren aus Süddeutschland an die Havel zog, "ein Mann, dem man Vertrauen kann." So denken auch die Eheleute Kirsten und Ralf Techert. Die beiden jüngeren SPD-Mitglieder waren sich einig: "Ein tüchtiger, sachkundiger Mann." Kritische Stimmen zu der Person Hauffs waren nicht zu hören. Der Kandidat selbst wertete das Ergebnis als Ansporn für die Fortführung seines Amtes: "Ich werde mir Mühe geben, meine Arbeit noch besser zu machen." Er sei fest entschlossen, wieder Bürgermeister zu werden.Sigurd Hauff ließ offen, was er tun würde, sollte er sein Ziel nicht erreichen: "Eigentlich könnte ich mich zur Ruhe setzen. Der Typ bin ich allerdings nicht dafür." +++
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