Strieder wirft Innensenator "dumpfen Nationalismus" vorDie Berliner SPD-Spitze hat Innensenator Eckart Werthebach (CDU) wegen der von ihm geforderten Zuzugssperre für Ausländer scharf angegriffen. "Dumpfen Nationalismus kann Berlin sich nicht leisten", sagte SPD-Parteichef Peter Strieder am Donnerstag. Die Vorschläge Werthebachs, die Ausländerpolitik und eine "Zugangsbegrenzung für Ausländer" zum zentralen Wahlkampfthema zu machen, bedeute nichts Gutes für den Wahlkampf.Werthebach hatte sich gegenüber der "Berliner Zeitung" für eine Änderung des Ausländergesetzes ausgesprochen. So müsse das Alter für nachziehende ausländische Kinder von jetzt 16 auf sechs Jahre gesenkt werden. Außerdem forderte der CDU-Senator, den Nachzug von Ehegatten zu erschweren. "Werthebach macht Stimmung für rechte Parteien und Negativwerbung für die Stadt", sagte der SPD-Spitzenkandidat Walter Momper. Der Innensenator wisse genau, daß eine Zuzugssperre abwegig sei. "Wer Integration will, darf sich nicht zu billigen Parolen hinreißen lassen, sondern muß verantwortungsbewußt vorgehen", sagte Momper. Er forderte den CDU-Senator auf, "lieber zu handeln, statt Sprüche zu klopfen". So müsse Werthebach dafür sorgen, daß unter den Ländern "ein fairer Verteilungsschlüssel" für die Kosovo-Flüchtlinge gefunden werde. Berlin könne nicht erneut die Hauptlast bei der Unterbringung der Flüchtlinge tragen, sagte Momper. (cri.)
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