WEDDINGEine Projektgruppe der SPD Wedding hat vorgeschlagen, die Müllerstraße durchgängig zwischen Leopoldplatz und Seestraße für den Individualverkehr zu sperren. Nur der Öffentliche Personennahverkehr. Lseferfahrzeuge sowie Radfahrer sollen diesen Teil der Bezirksmaglstrale befahren dürfen.Täglich wälzen sich durch die Müllerstraße rund 20 000 Fahrzeuge. Staus sind programmiert. Die Suche nach einem Parkplatz wird oft zum nerven~en "Einkaufsvorspiel".Die seit einem Jahr bestehende SPD- Projektgruppe "Müllerstraße" will die Einkaufsmeile attraktiver gestalten und dabei den Autoverkehr "aussperren". Ob auch Taxen betroffen sein sollen, ist noch nicht entschieden. Die Idee der 3sköpfigen Projektgruppe wird derzeit in der SPD Wedding diskutiert und "überwiegend positiv aufgenommen", so Projektleiter Michael Machenschalk.Der Verkehr wird sich in die Nebenstraßen verlagern und dort die Anwohner stark belasten, Kinder und ältere Menschen gefährden, ist eines der Hauptargumente der Gegner der SPD-Initiative.,, Wir werden etwas dagegen unternehmen, damit der Verkehr nicht in das angrenzende Wohngebiet ausweicht", erklärt Machenschalk. Deshalb sollten parallel zur Sperrung der Müllerstraße auch dort verkehrsberuhigende Maßnahmen gelten, beispielsweise Einbahnstraßen geschaffen werden.,, Außerdem wollen wir die Parkmäglichkeiten erweitern."Mehr als 50 Händler an der Müllerstraße seien befragt worden, die sich überwiegend positiv zur teilweisen Schlleßung der Straße geäußert hätten. Den Verkehr müßten im Fall der Sperrung Reinickendorfer, Mrikanische und Amrumer Straße aufnehmen. "Das können diese Straßen verkraften", meint Machenschalk.Für eine ,Schnapsidee" hält Wirtschafts- und Finanzstadtrat Horst-Dieter Havllcek (CDU) den SPD-Vorschlag.,, Ich bin konsequent dagegen, diese wichtige Gityverbindung teilweise zu sperren. Wir werben gerade mit der günstigen Verkehrslage und Anbindung des Bezirks, das wurde sich ins Gegenteil verkehren." Die Reinickendorfer und Amrumer Straße könnten aus seiner Sicht keine Zunahme des lndividualverkehrs verkraften.Im Hause des Verkehrssenators ist die Reaktion unmißverständlich: "Völliger Blödsinn, eine solche Hauptdurchgangsstraße teilweise zu sperren", sagt Pressesprecher Tomas Spahn. Das würde nur eine Verdrängung des Verkehrs auf die Nebenstraßen bedeuten.Den Fachleuten des Tiefbauamtes soll das Verkehrs-Projekt noch im Sommer vorgestellt werden.,, Wir planen im Herbst eine Anhörung mit Verkehrsexperten, Mitgliedern verschiedener Verbände und den verkehrspolitischen Sprechern der Parteien im Abgeordnetenhaus", sagt Machenschalk. Uta GrüttnerDas dunkelgrau eingezeichnete Teilstück will die SPD sperren. Karte: Doering Autos sollen, so die Weddinger SPD, an dieser Stelle bald nicht mehr fahren.Schauplatz Nebenstraßen Wichtige Cityverbindung
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