Ständige Ausstellung zeichnet den politischen Weg Willy Brandts nach

Rückkehr nach Schöneberg

vb
2 Min

Am 10. Dezember 1971 erhielt der damalige Bundeskanzler Willy Brandt den Friedensnobelpreis. Anläßlich des 25. Jahrestages dieser Ehrung wird am 8. Dezember im Rathaus Schöneberg mit einem Festakt die Ausstellung "Um die Freiheit kämpfen - Willy Brandt 1913-1992" eröffnet. Wichtige Dokumente seines politischen Lebens kehren damit an den Ort zurück, von dem aus der SPD-Politiker 1957 bis 1966 Westberlin regierte.Seit dem vergangenen Wochenende sind die Mitarbeiter der "Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung" mit dem Aufbau der fast 400 Exponate beschäftigt. Das Leben des 1992 gestorbenen Politikers wird in 13 Stationen dargestellt. Unter den Ausstellungsstücken finden sich die Urkunde des Friedensnobelpreises, Schriften aus Brandts Exilzeit in Norwegen und Schweden, Terminkalender, Briefwechsel mit Staatsmännern wie John F. Kennedy und Michail Gorbatschow oder der indischen Ministerpräsidentin Indira Gandhi. Zur Dokumentation gehören außerdem Fotos und Erinnerungsstücke wie die Zigarettenschatulle, die US-Präsident Kennedy bei seinem Berlin-Besuch 1961 als Gastgeschenk überreichte. Brandts Geburtsurkunde wird zu sehen sein und sein Abiturzeugnis. Herzstück der Ausstellung ist die berühmte Uhr des ersten SPD-Vorsitzenden August Bebel.Die von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn zur Vergügung gestellten Teile des Nachlasses sollen als Dauerleihgabe im Schöneberger Rathaus bleiben. Dort hat seit dem Frühjahr die bundeseigene Willy-Brandt-Stiftung ihren Sitz. Sie wurde auf Anregung von Brigitte Seebacher-Brandt, der Witwe des Politikers, gegründet.Ziel der Stiftung ist, "das Andenken an Brandts politisches Wirken zu wahren und seinen lebenslangen Einsatz für Frieden, Freiheit und Einheit des deutschen Volkes, für die Sicherung der Demokratie und für Verständigung und Versöhnung unter den Völkern zu würdigen". Das Rathaus Schöneberg sei "mit Bedacht ausgewählt worden", sagt Wolfram Hoppenstedt, Geschäftsführer der vom Bundesinnenministerium finanzierten Stiftung. Von hier aus habe Willy Brandt in entscheidenden Jahren die Geschichte Berlins mitgeprägt.Neben der ständigen Ausstellung will die Stiftung Diskussionsforen mit internationaler Beteiligung organisieren, die wissenschaftliche Forschung über den Politiker Brandt anregen und eine eigene Publikationsreihe herausgeben. Vom 9. Dezember an ist die Ausstellung im Schöneberger Rathaus täglich von 10 bis 20 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. +++

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