Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier muss sein Berliner Domizil verlassen: Im Juli wird Schloss Bellevue für eine mehrjährige Grundsanierung geschlossen. „Eigentlich hasse ich Umzüge, die privaten genauso wie die öffentlichen“, sagte Steinmeier bei einer Pressekonferenz in seinem Amtssitz.
Der Zustand des Gebäudes mache die umfassenden Arbeiten unumgänglich, wenn man das Schloss erhalten und wieder zu „einem Leuchtturm der freiheitlichen Demokratie“ machen wolle, so der Bundespräsident. Gemeinsam mit rund 200 Mitarbeitern wird er in den kommenden Jahren in einem Übergangsquartier arbeiten.
Bundespräsident freut sich auf neues Gebäude
Als emotional besonders einschneidend beschrieb Steinmeier das Abhängen zweier wandfüllender Gemälde des Künstlers Gotthard Graubner im Großen Saal des Schlosses. Vor diesen Bildern seien „die wichtigen und zentralen Entscheidungen dieser Republik“ getroffen worden, sagte er. An diesem Ort seien Regierungen ernannt worden – und mitunter habe man hier auch das Ende einzelner politischer Karrieren oder ganzer Kabinette erlebt.
„Das war so der Punkt, an dem die Wehmut deutlich Übergewicht hatte“, sagte Steinmeier über seine damalige Gefühlslage. „Inzwischen hat sich das wieder ein wenig ausbalanciert.“ Zur Wehmut geselle sich mittlerweile die Vorfreude auf das neue Gebäude, in das er mit seinem Stab demnächst einzieht.
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