Iran-Krieg

Straße von Hormus: Iran stellt Öffnung binnen zwei Tagen in Aussicht – unter Bedingungen

Der Iran bringt eine Öffnung der Straße von Hormus innerhalb von zwei Tagen ins Spiel. Dabei hält Teheran an seinen bisherigen Forderungen gegenüber Washington fest.

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Ein Frachtschiff fährt im Persischen Golf in Richtung der Straße von Hormus.

Ein Frachtschiff fährt im Persischen Golf in Richtung der Straße von Hormus.

© Altaf Qadri/AP/dpa

Der Iran hat eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus innerhalb von zwei Tagen in Aussicht gestellt. „Die Grundlage des Dialogs und der Gespräche zwischen dem Iran und den USA über Vermittler ist nach wie vor der iranische Sieben-Punkte-Vorschlag, der nun verkürzt wurde, sodass er innerhalb von zwei Tagen umgesetzt werden kann“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, laut Reuters.

Der Plan sieht dem Bericht zufolge ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen, eine Öffnung der Straße von Hormus und eine US-Ausnahmeregelung für iranische Ölexporte sowie die Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran vor. Anschließend könnten Gespräche über weitere Themen geführt werden. US-Präsident Donald Trump hatte den Vorschlag im September abgelehnt.

Verhandlungen mit katarischen Vermittlern

Der Iran hatte laut AFP sieben Tage für die Öffnung der Straße von Hormus vorgeschlagen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte die verkürzte Frist bereits am Samstag ins Spiel gebracht. Im Gespräch mit Al Jazeera sagte er, Katar habe vorgeschlagen, die Umsetzungszeit des iranischen Plans auf fünf Tage zu verkürzen. „Wir haben uns in dieser Phase auf einen Vorschlag geeinigt, der die Umsetzungsfrist auf zwei Tage reduziert“, sagte er demnach.

Als Bedingungen nannte er unter anderem die Aufhebung von Sanktionen, den Abbau von US-Truppen in der Region, die Anerkennung von Schifffahrtsrouten, über die man mit dem Oman gesprochen habe, sowie „die Wiederherstellung der Ölausnahmeregelungen und die Freigabe aller unserer eingefrorenen Gelder, einschließlich der in Katar befindlichen“.

Gespräche ohne Durchbruch beendet

Die jüngsten Gespräche mit katarischen Vermittlern in Doha endeten laut Reuters am Sonntag ohne Durchbruch. Die iranischen Unterhändler reisten anschließend ab. Eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle sagte der Nachrichtenagentur, dass dies nicht auf Probleme bei den Gesprächen zurückzuführen sei. Er gab demnach an, dass ein Entwurf für einen Vorschlag im Umlauf sei, ohne weitere Details zu nennen.

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„Ich kann Ihnen sagen, dass die Gespräche fortgesetzt werden. Die Angelegenheit ist jedoch komplex“, sagte Baghaei laut Reuters. Teheran hält nach Angaben von Baghaei daran fest, erst nach Erfüllung seiner Bedingungen wieder über das iranische Atomprogramm zu verhandeln. Auch die Möglichkeit, hoch angereichertes Uran in ein anderes Land zu bringen, sei bei den Gesprächen nicht erörtert worden.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öl- und Gashandel. Aufgrund des Krieges ist die Schifffahrt dort stark eingeschränkt.

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