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US-Energieminister Wright: Schiffsverkehr in Straße von Hormus nimmt zu

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist stark eingeschränkt. US-Energieminister Chris Wright spricht jedoch von einer Zunahme von Ölexporten.

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US-Energieminister Chris Wright

US-Energieminister Chris Wright

© Anna Moneymaker/Getty Images via AFP

Der Schiffsverkehr und der Transport von Öl durch die Straße von Hormus steigt nach Angaben des US-Energieministers Chris Wright an. „Ich würde sagen, [er steigt] sehr deutlich an“, sagte Wright laut dem US-Sender CNBC am Dienstag auf eine Frage nach dem Stand der Exporte im Vergleich zu den letzten Wochen. Von einem steigenden Volumen der Ölexporte zu sprechen, sei „zutreffend“. Die Ausfuhren würden zudem „weiter steigen“.

Die Meerenge ist seit den US-israelischen Angriffen auf den Iran Ende Februar weitgehend blockiert. Vor dem Krieg passierten dort rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen. Nach Daten der vom Internationalen Währungsfonds betriebenen Plattform PortWatch lag der Sieben-Tage-Durchschnitt der Schiffsankünfte zuletzt bei nur fünf, verglichen mit mehr als 100 vor Kriegsbeginn, wie CNBC berichtet.

Ölpreise steuern auf niedrigsten Stand seit Wochen zu

Die Aussagen Wrights sowie die am Montag vereinbarte Einstellung gegenseitiger Angriffe zwischen Israel und dem Iran ließen die Ölpreise fallen, wie Reuters berichtet. Die Nordsee-Sorte Brent verlor demnach zeitweise rund 4,6 Prozent und lag bei 89,95 US-Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI sank um 5,4 Prozent auf 86,35 Dollar. Beide Sorten steuerten dem Bericht zufolge auf den niedrigsten Stand seit mehreren Wochen zu.

Im Tagesverlauf hatten die Ölpreise laut Reuters wieder zugelegt, nachdem US-Präsident Trump erklärt hatte, der Iran habe einen US-Militärhubschrauber abgeschossen, der in der Straße von Hormus patrouillierte, und die USA müssten darauf reagieren. Zudem griff Israel am Dienstag die Stadt Tyros im Libanon an, wobei dem Bericht zufolge mindestens acht Menschen getötet wurden.

Wright erklärte laut CNBC, der Iran bedrohe die globale Energieversorgung sowie den weltweiten Frieden und die wirtschaftliche Stabilität. Die Lage entwickle sich aber „in eine sehr positive Richtung“. Bis zu einer Rückkehr zu normalen Liefermengen werde es nach einem dauerhaften Frieden allerdings Monate dauern, sagte er Reuters zufolge.

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Die US-Energiebehörde EIA warnte laut Reuters am Dienstag, die Ölvorräte in den OECD-Staaten dürften bis Dezember auf knapp 2,3 Milliarden Barrel sinken – den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 2003. Die globale Ölnachfrage werde 2026 erstmals seit der Pandemie 2020 zurückgehen, prognostizierte die Behörde.

Verdeckte Tankerfahrten mildern Krise

Vor dem Hintergrund der Blockade und eines starken Rückgangs des Handelsverkehrs „passieren offenbar immer noch überraschend große Mengen an Rohöl und Erdölprodukten die Straße von Hormus“, erklärte Natasha Kaneva, Leiterin der globalen Rohstoffstrategie bei der US-Bank JPMorgan, laut CNN in der vergangenen Woche in einer Kundenmitteilung.

JPMorgan schätzt nach Angaben von CNN, dass in den letzten beiden Maiwochen täglich rund 2,1 Millionen Barrel Öl auf verdeckten Routen  die Meerenge passiert hätten. Vor dem Krieg lag der gesamte, reguläre Ölfluss durch die Straße von Hormus bei täglich 15,6 Millionen Barrel, wie der Sender berichtet. Der sichtbare Schiffsverkehr liege derzeit bei etwa 15 Prozent des Vorkriegsniveaus.

Mehrere US-Medien, darunter die New York Times und das Wall Street Journal, hatten Ende Mai berichtet, dass sich das US-Militär mit Schiffen koordiniere, um eine Passage durch die Meerenge zu erleichtern. Die meisten dieser Durchfahrten sollen laut New York Times mit abgeschalteten Transpondern erfolgt sein.

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