Das Verfahren gegen den Berliner Lehrer, der im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt einen Schüler ins Gesicht geschlagen haben soll, ist eingestellt worden. Der 62-Jährige war wegen Körperverletzung im Amt angeklagt. Er soll nun innerhalb von sechs Monaten eine Geldauflage von 800 Euro zahlen, dann ist der Fall endgültig erledigt.
Hintergrund war laut Anklage, dass der 16-jährige Schüler in Neukölln zwei Tage nach dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel im Oktober 2023 eine Palästina-Flagge zeigte. Als der Lehrer den Jugendlichen aufforderte, dies auf dem Schulhof des Ernst-Abbe-Gymnasiums zu unterlassen, kam es demnach zur Auseinandersetzung. Dabei soll der Schüler den Lehrer angegriffen haben. Der Vorfall wurde per Handykamera aufgezeichnet und in den sozialen Medien verbreitet.
Die Anklage warf dem Lehrer vor, dem inzwischen 16-Jährigen mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen zu haben. Der Lehrer sprach im Prozess von einem reflexartigen Schlag nach einem Angriff des Schülers. Ursprünglich sollte der Lehrer für Sport und Geografie eine Geldstrafe von 3000 Euro (30 Tagessätze zu je 100 Euro) zahlen. Gegen einen entsprechenden Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten hatte er jedoch Einspruch eingelegt. Darum kam es zur mündlichen Verhandlung. Der Schüler trat in dem Prozess als Nebenkläger auf und sagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus.
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Schüler wegen Palästina-Flagge geschlagen? Berliner Lehrer vor Gericht
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