Der Mietvertrag mit der Modemesse Bread and Butter für den Flughafen Tempelhof wird in der kommenden Woche das Abgeordnetenhaus beschäftigen. Welcher Ausschuss sich damit befassen soll, ist aber noch umstritten. Die rot-rote Koalition schlug gestern vor, das Thema auf einer Sondersitzung des Vermögensausschusses zu beraten. Dort bestehe die Möglichkeit, die Verträge "intensiver zu erörtern", heißt es in einem Schreiben des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD-Fraktion, Christian Gaeb-ler. Die Opposition aus CDU, FDP und Grünen verlangt indes eine Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Der Grünen-Abgeordnete Michael Schäfer sagte, es gehe nicht nur um die Verträge, sondern darum, ob die Entscheidung für die Modemesse die weitere Entwicklung des Flughafens "behindert oder fördert". Die Folgen für die Stadtentwicklung müssten im Ausschuss für Stadtentwicklung beraten werden. Auch über die Verträge müsse beraten werden, aber zusätzlich.Der CDU-Abgeordnete und Parlamentsvizepräsident Uwe Lehmann-Brauns wandte sich unterdessen gegen die Pläne, das Alliierten-Museum von Dahlem nach Tempelhof zu verlegen. Mit einem solchen Umzug "würde die authentische ,US-Landschaft' in und um die Clayallee mit US-Kino, Supermarkt, Schule und Generalkonsulat ohne Not zerstört" werden.Im Streit um die Nutzung des Flughafens Tempelhof wies die brandenburgische CDU gestern die Kritik des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) zurück, Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) habe den Sachverhalt nicht richtig analysiert. "Derartige Berliner Misstöne sind letztlich nicht geeignet, eine Fusion der Länder Berlin und Brandenburg zu befördern", erklärte der CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski. (ulp.)
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