Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) schlägt neue Wege in der Planung ein. Er will mit Berlins Bürgern über die Gestaltung des Prachtboulevards Unter den Linden diskutieren. Das sagte er gestern beim Besuch des Bauprojekts Business Center am Checkpoint Charlie.Strieder schlägt vor, den Boulevard Unter den Linden auf einer Länge von jeweils rund hundert Metern nach drei unterschiedlichen Konzepten zu gestalten. Die Bürger sollten sich dann ein Bild davon machen und entscheiden, was ihnen am besten gefällt. Zur Diskussion stellen will Strieder neben den Straßenlaternen, Parkbänken und Grünflächen auch die Breite der Gehwege und die Zahl der Fahrspuren. Strieder erklärte, "die Bürger sollen abstimmen, die demokratische Stadt muß aus ihren Mauern rauskommen". Für die Hauptstadt wäre eine solche Form der Bürgerbeteiligung in der historischen Mitte neu. Strieder verhehlte nicht, daß er gegen die Öffnung des Brandenburger Tors für den privaten Autoverkehr ist. Denn: "Das Tor soll stehen bleiben, Unter den Linden nicht zu einer Verkehrsschneise durch die Stadt werden." Ablehnend steht er auch der Verlängerung der Französischen Straße durch das Gebiet der sogenannten Ministergärten gegenüber. Eine solche Verlängerung ist, wie berichtet, als zusätzliche Ost-West-Verbindung im Gespräch. Käme die Straße tatsächlich, so Strieder, würden das geplante Holocaust-Mahnmal und die Neubau-Wohnungen dort unangemessen beeinträchtigt. +++
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