Die netzseitigen Stromumlagen steigen 2027 für regulär belastete Verbräuche um 22,9 Prozent auf insgesamt 3,621 Cent je Kilowattstunde. Das geht aus Zahlen hervor, die die vier Übertragungsnetzbetreiber am Montag veröffentlicht haben, wie die Industrie- und Handelskammer Südthüringen in Suhl mitteilte. Gegenüber 2026 kommen damit 0,675 Cent je Kilowattstunde hinzu.
Den größten Anteil am Anstieg hat der Aufschlag für besondere Netznutzung. Er steigt von 1,559 auf 2,027 Cent je Kilowattstunde. Die Offshore-Netzumlage erhöht sich von 0,941 auf 1,143 Cent. Die Umlage zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung liegt mit 0,451 Cent knapp über dem bisherigen Wert von 0,446 Cent.
Werksschließung in Nordhausen: Schweizer Backkonzern Aryzta zieht sich aus Thüringen zurück
Blaufichte aus Sömmerda wird Weihnachtsbaum am Brandenburger Tor
Die Kammer sieht darin einen weiteren Standortnachteil für die Betriebe in Südthüringen. Sie fordert, die Gesamtkosten der Stromversorgung zu senken und den Ausbau der Stromerzeugung stärker an den vorhandenen Netzkapazitäten und am Bedarf auszurichten. Eine Finanzierung aus dem Bundeshaushalt könne die Stromkosten kurzfristig senken, ersetze aber keine strukturellen Änderungen. „Niedrige Erzeugungskosten allein machen noch keinen günstigen Strompreis. Gerade die erforderlichen Leitungen und die Kosten für einen stabilen Netzbetrieb gehören zur Rechnung“, sagte Hauptgeschäftsführer Ralf Pieterwas.
Reisehighlights Reisehighlights exklusiv für Sie
Mehr
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]