Alternde Gesellschaft

Studie: Männer haben es im Alter besser als Frauen

Die Unterschiede in den Geschlechterrollen würden nicht nur die Lebenswelten von Männern und Frauen prägen, sondern auch deren Erleben des Alterns.

Marco Buchholz Team News dpa/mbz
2 Min
Zwei ältere Männer spielen Karten.

Zwei ältere Männer spielen Karten.

© Imago

Die Unterschiede in den Geschlechterrollen würden nicht nur die Lebenswelten von Männern und Frauen prägen, sondern auch deren Erleben des Alterns, schreiben die Forscher. Die Lebenserwartung von Frauen in den OECD-Ländern liege zwar mehr als drei Jahre höher als die von Männern, dafür verbrächten sie aber längere Zeit bei schlechter Gesundheit, verdienten weniger und hätten eine höhere Wahrscheinlichkeit, im Alter alleine zu leben.

Deutschland im Mittelfeld

Anhand von Daten der OECD und der Weltbank aus den Jahren 2015 bis 2019 verglichen die Wissenschaftler 18 OECD-Länder in Hinblick auf die Faktoren Gesundheit und Wohlergehen, Produktivität und Engagement, gerechte Verteilung von Ressourcen insbesondere hinsichtlich Geld und Bildung, Zusammenhalt der Gesellschaft und finanzielle sowie physische Sicherheit.

Allgemein für beide Geschlechter schnitten die skandinavischen Länder sowie die Niederlande und Japan am besten ab. Länder wie Deutschland und die USA lagen im Mittelfeld, und viele Länder in Süd- und Osteuropa wie Ungarn oder Slowenien rangierten am unteren Ende der Skala. Besonders große Unterschiede zwischen den Geschlechtern wurden für die Niederlande, Österreich, Italien und Dänemark beobachtet, am ausgeglichensten war das Verhältnis in Finnland, Irland, Polen und Spanien.

Verteilung von Ressourcen: Männer haben es in allen 18 Ländern leichter

Am größten seien die Unterschiede bei der sozialen Integration - wohl vor allem deshalb, weil Frauen häufig länger leben als ihre Partner und dann oft alleine bleiben. Bei den Faktoren Produktivität und Engagement sowie Verteilung von Ressourcen standen Männer in allen 18 untersuchten Ländern besser da als Frauen.

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Im Jahr 2019 lebten auf der Erde etwa 703 Millionen Menschen im Alter ab 65 Jahren. Die Zahl wird sich Prognosen zufolge bis 2050 mehr als verdoppeln, auf 1,5 Milliarden. „Da die Weltbevölkerung in beispiellosem Maße altert, sollten die strukturellen und politischen Schieflagen, die Männer begünstigen, dringend in Angriff genommen werden“, betont Autorin Chen in einer Mitteilung der Zeitschrift.

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