Bundestagswahl

Hunger auf Wählerstimmen: Die Grünen in Sachsen gehen mit ihrer Bemme auf Wahlkampftour

Die Grünen setzen im Wahlkampf auf Kulinarik. Jetzt wollen sie mit belegten Broten (Sächsisch Bemmen) die Herzen der Wähler gewinnen.

Paul Hoffmann Team News
2 Min
Mit belegten Broten ziehen Sachsens Grüne in den Wahlkampf.

Mit belegten Broten ziehen Sachsens Grüne in den Wahlkampf.

© Instagram/Grüne Sachsen

Der Hunger der Grünen auf einen Wahlerfolg muss groß sein. Nachdem Spitzenkandidat Robert Habeck bereits vor Wochen seine Tour durch die Küchen der Nation gestartet hatte, um dort mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, legen die sächsischen Parteikollegen jetzt mit einer herzhaften Aktion nach. Ab der kommenden Woche starten sie mit ihrer „BEMMEN-Tour“ durch den Freistaat.

In verschiedenen Teilen Sachsens wollen die „Bundestagskandidat*innen mit Menschen ins Gespräch kommen – authentisch, sächsisch, bei einer Bemme“, heißt es. Und das über aktuelle Themen in der Bundespolitik, aber auch jenes, was die Menschen vor Ort bewegt, erklärt Landesparteichefin Marie Müser in einem auf Instagram veröffentlichten Video.

Teilnehmen am grünen Stullen-Talk werden unter anderem die Abgeordneten Paula Piechotta, Kassem Taher Saleh, Merle Spellerberg und Bernhard Herrmann.

Wirtschaftsminister Habeck an den Küchentischen der Deutschen

Wie schon eingangs erwähnt, passt die Aktion zu der, die Robert Habeck im Rahmen seiner Kandidatur als Spitzenkandidat der Grünen angekündigt hatte. Damals sagte er: „Ich weiß, dass die Ampel-Regierung gescheitert ist. Ich weiß, dass Vertrauen kaputtgegangen ist. Ich weiß, einen Führungsanspruch muss man sich erarbeiten. Ich will ihn mir erarbeiten. Deshalb möchte ich erstmal zuhören, Ihnen, Euch.“

Und weiter: „Was Sie umtreibt in Ihren Alltag, worauf es Ihnen ankommt. Vielleicht komme ich auf Ideen, auf die ich sonst nie gekommen wäre. Vielleicht reden wir am Küchentisch. Ich fände es schön, Sie laden mich ein, und wann immer die Zeit es zulässt, baue ich Küchentisch-Gespräche in meinen Alltag ein, bevor der Wahlkampf so richtig los geht.“

Neu war diese Idee allerdings nicht. Bereits seit vielen Jahren tourt mit Martin Dulig ein weiterer Sachse mit seinem Küchentisch durch die Städte und Gemeinden des Freistaates. „Grüße vom originalen Küchentisch an die geplante Kopie! Nach elf Jahren kann ich dir sagen: Die besten Gespräche führt man am Küchentisch - nicht nur im Wahlkampf“, kommentierte der sächsische Wirtschaftsminister damals belustigt.

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