Koalition

Ärger beim BSW Brandenburg: Beratungen über Konsequenzen für Sven Hornauf

Immer wieder sorgt der Abgeordnete für Ärger. Zu Beginn des Jahres stimmte er für einen Antrag der AfD, nun verweigerte er die Zustimmung zum Haushaltsentwurf.

Team News Eva Maria Braungart dpa/Eva Maria Braungart
3 Min
Sven Hornauf, Mitglied des Brandenburger BSW, sorgt immer wieder für Diskussionen.

Sven Hornauf, Mitglied des Brandenburger BSW, sorgt immer wieder für Diskussionen.

© Soeren Stache/dpa

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Brandenburg hat angekündigt, rasch über den weiteren Umgang mit ihrem umstrittenen Abgeordneten Sven Hornauf und dessen Abstimmungsverhalten zu beraten. Er sorgt seit langem für Kritik, weil er immer wieder aus der Linie der Koalition ausschert.

Auch der große Koalitionspartner SPD forderte das BSW zur Prüfung möglicher Konsequenzen für Hornauf auf. Am Mittwoch bekam der Haushaltsentwurf des Innenministeriums keine Mehrheit, weil er sich bei der Abstimmung im Innenausschuss enthielt.

Sven Hornauf: SPD fordert Klarheit vom BSW

„Die Fraktion wird sich bald darüber beraten“, sagte ein Sprecher der BSW-Landtagsfraktion – aber ohne einen Zeitpunkt nennen zu wollen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Ludwig Scheetz, sagte der dpa am Vormittag: „Das BSW ist aufgefordert, da für Klarheit zu schaffen.“ Es sei schwierig, wenn der Abgeordnete „immer ausschert“.

Auf das Haushaltsverfahren selbst habe die fehlende Abstimmungsmehrheit im Innenausschuss aber keine große Auswirkung, sagte Scheetz. Das Parlament soll im Juni abschließend über den Landesetat für 2025 und 2026 abstimmen. Die Regierungspartner SPD und BSW haben im Landtag eine dünne Mehrheit von zwei Stimmen.

Der BSW-Landtagsabgeordnete Hornauf selbst hatte im Dezember 2024 davon gesprochen, dass ein Ausschlussantrag gegen ihn vorliege. Er hatte wegen Kritik an einer Stationierung des Raketenabwehrsystems Arrow 3 am Fliegerhorst Holzdorf damit gedroht, Dietmar Woidke (SPD) nicht zum Ministerpräsidenten zu wählen. Im Februar stimmte Hornauf für einen Antrag der AfD, obwohl Anträge der Opposition grundsätzlich abgelehnt werden sollen. Damals hieß es, dass die Landtagsfraktion ein ruhendes Ausschlussverfahren gegen Hornauf zunächst nicht erneut in Gang setzt.

Bei der Abstimmung im Februar ging es um die Verkleinerung der Parlamentarische Kontrollkommission (PKK). Nach Antrag der AfD sollen der PKK künftig nicht mehr wie bisher sechs Mitglieder, sondern nur noch drei angehören. Zwei für die Regierungsfraktionen, eines für Opposition – also AfD oder CDU. Bei dem Antrag ging es um die Mitwirkung der Opposition an einer Kommission, die den Verfassungsschutz kontrolliert. Die AfD, wird in Brandenburg vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische eingestuft wird, lehnt den Geheimdienst ab, will aber in dem Kontrollgremium vertreten sein. Hornauf stimmte für den AfD-Antrag.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner