Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat die Präsidentin des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, Silke Renk-Lange, für den Posten der Sport-Staatsministerin im Bundeskanzleramt ins Gespräch gebracht. Renk-Lange solle nach seiner Empfehlung die bisherige Amtsinhaberin Christiane Schenderlein (CDU) beerben, die als Parlamentarische Staatssekretärin ins Bundesgesundheitsministerium wechselt.
„Mein Wunsch wäre es und meine Empfehlung auch, dass man dort jemanden aus dem Breitensport nimmt“, sagte Schulze am Rande eines Termins in Magdeburg. Die gebürtige Sachsen-Anhalterin, die 1992 olympisches Gold im Speerwurf gewann, sei aus seiner Sicht eine Kandidatin, die auch in Ostdeutschland auf Zustimmung stoßen würde. Über die Nachfolge sei laut Schulze noch nicht entschieden; sollte die Bundesregierung noch eine Besetzung suchen, wäre Renk-Lange „mit Sicherheit auch eine gute Möglichkeit“.
Sachsen-Anhalt nicht mehr in der Bundesregierung vertreten
Schulze verwies darauf, dass sein Bundesland nach dem Ausscheiden des bisherigen Parlamentarischen Staatssekretärs Tino Sorge (CDU) nicht mehr personell in der Bundesregierung vertreten sei. Das sei für ihn überraschend gekommen. Er habe Sorge für dessen Arbeit gedankt und sehe ihn auch künftig in einer wichtigen politischen Funktion. Über die Besetzung von Staatssekretärsposten entschieden jedoch der Bundeskanzler und die zuständigen Fachminister.
Ruf nach Ende der Personaldebatten
„Für mich ist es wichtig, dass jetzt diese Personaldebatten ein Ende finden“, sagte Schulze. Die Bundesregierung müsse nun ihre Reformvorhaben weiter voranbringen. Zugleich wünsche er sich, dass der Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt künftig nicht mehr von Personalfragen aus Berlin überlagert werde und wieder Landesthemen im Mittelpunkt stünden.
Die Neubesetzung des Postens der Sport-Staatsministerin ist Teil einer größeren Personalrochade in Regierung und CDU nach dem Rücktritt des bisherigen Unionsfraktionschefs Jens Spahn. Mehrere Umbesetzungen hatten in den vergangenen Tagen parteiintern für Kritik gesorgt.
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