Krieg

Telefonat mit Selenskyj: Polens Präsident Duda drängt Ukraine zur Zusammenarbeit mit Trump

Duda habe in dem Gespräch mit Selenskyj deutlich gemacht, dass es ohne die Unterstützung von Trump keinen Frieden gebe werde. Er vertraue auf die Verhandlungsstrategie der USA.

2 Min
Der polnische Präsident Andrzej Duda

Der polnische Präsident Andrzej Duda

© Porzycki/imago

Wolodymyr Selenskyj hat am Freitag mit Polens Präsident Andrzej Duda telefoniert. Der ukrainische Präsident teilte im Anschluss mit, dass das gemeinsame Ziel der beiden Länder dasselbe bleibe: „Die Ukraine und Europa vor der russischen Aggression zu schützen“. Er bedankte sich für die Unterstützung des polnischen Volkes zutiefst und sagte, „wir werden nie vergessen, wie viel Polen für unsere gemeinsame Zukunft getan hat“, berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform.

Nach Angaben von Duda hatten beide ein offenes Gespräch im Anschluss an die jüngsten Treffen mit Donalds Trumps Sondergesandten Keith Kellogg. „Ich habe ihm mitgeteilt, dass wir nach wie vor davon überzeugt sind, dass es keinen anderen Weg gibt, das Blutvergießen zu beenden und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu erreichen, als mit der Unterstützung der Vereinigten Staaten“, schrieb der polnische Präsident auf der Onlineplattform X.

Duda vertraut auf Trumps Verantwortungsbewusstsein

Duda habe Selenskyj vorgeschlagen, „den Kurs der ruhigen und konstruktiven Zusammenarbeit“ mit der Trump-Regierung beizubehalten. „Ich vertraue darauf, dass guter Wille und Ehrlichkeit die Grundlage der US-Verhandlungsstrategie bilden. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Präsident Trump von einem tiefen Verantwortungsbewusstsein für globale Stabilität und Frieden geleitet wird“, so Duda weiter.

Nach der Absage der gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag äußerte sich Kellogg zu den Gesprächen in Kiew. Wirklich konkret wurde er nicht. Er antwortete lediglich auf einen X-Post von Selenskyj und schrieb, es sei ein langer und intensiver Tag mit der obersten Führung der Ukraine gewesen. Er lobte Selenskyj und bezeichnete ihn als „umkämpften und mutigen Führer einer Nation im Krieg“. Beide hätten ausführliche und positive Diskussionen gehabt, so Kellogg.

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