Nach dem Fund von Sprengstoff an einer Leitung eines Umspannwerks in Brandenburg wurden Ermittlungen wegen Terrorverdachts aufgenommen. Am Dienstag wurden in Turnow-Preilack im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße Sprengstoffvorrichtungen an der Leitung eines Umspannwerks gefunden.
Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Leag sprach von einem versuchten Anschlag. Keine der sogenannten Keine der Sprengvorrichtungen wurden tatsächlich gezündet, so die Polizei weiter. Jedoch habe es mindestens eine Detonation an dem Umspannwerk gegeben.
Sprengstoff-Fund in Brandenburg: Polizei entdeckt Vorrichtungen an Stromleitung
Die Behörden ermitteln nun unter anderem wegen Verdachts der Störung öffentlicher Betriebe, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie Zerstörung wichtiger Arbeitsmitte und Bildung einer terroristischen Vereinigung. Dies teilte die Polizei Brandenburg am Mittwoch mit.
Mutmaßlicher Anschlag: Ermittlungen dauern an
Am Mittwoch sagte der Innenminister von Brandenburg, Jan Redmann (CDU) im Innenausschuss. Nach jetzigem Stand habe nur einer von mehr als einem Dutzend „raketenähnlichen Gegenständen, die einen Treibsatz hatten“, sein Ziel erreicht. Ein Geschoss habe es am Dienstagmorgen geschafft, ein Kabel in die Höchstspannungsleitung zu transportieren, um eine leitende Verbindung mit dem Erdboden herzustellen.
Es seien keine handelsüblichen Silvesterraketen gewesen, aber durchaus vergleichbar, so Redmann. Die Täter hätten die Geschosse direkt unter den Leitungen in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack an der Grenze zu Sachsen positioniert, unweit des Kraftwerks Jänschwalde.
Nach Tatverdächtigen werde weiter gesucht - die Ermittlungen liefen in alle Richtungen. Die Tatausführung sei anders als bei bisherigen Anschlägen auf die Stromversorgung, die der linksextremistischen Szene zugeordnet werden, stellte Redmann klar. Bislang gebe es auch kein Bekennerschreiben. Ebenso wenig gebe es bisher aber einen Hinweis darauf, „dass eine ausländische Macht dahintersteht und mit geheimdienstlichen Mitteln agiert wurde“.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]