Nach einer Explosion vor einer Synagoge im südfranzösischen La Grande-Motte hat die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Das bestätigte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur in Paris.
Bei der Explosion wurde nach offiziellen Angaben ein Polizist verletzt worden. Der Polizist sei wegen mindestens zweier brennender Autos zu der Synagoge gerufen worden, erklärte Bürgermeister Stéphan Rossignol am Samstag. Behördenangaben zufolge explodierte dann in einem der Autos ein Gasbehälter.
Laut Rossignol zeichneten Überwachungskameras einen Mann auf, der die Fahrzeuge vor der Beth-Yaacov-Synagoge in Brand setzte. Zwei Türen des Gebäudes wurden durch den Brand beschädigt, wie eine Quelle bei der Gendarmerie erklärte. Informationen über die Art der Verletzungen und den Zustand des betroffenen Polizisten gab es zunächst nicht.
Explosion vor Synagoge in Frankreich: Macron spricht von „Terrorakt“
Der französische Präsident Emmanuel Macron bezeichnete das Feuer und die Explosion als „Terrorakt“. Es were „alles getan, um den Urheber dieses Terrorakts zu finden“, erklärte Macron am Samstag im Onlinedienst X. Aus Ermittlungskreisen verlautete, Überwachungskameras hätten einen Mann aufgenommen, der kurz nach der Explosion eine palästinensische Flagge geschwenkt habe.
Innenminister Gérald Darmanin sprach im Onlinedienst X von einem „offenbar kriminellen“ Akt. „Ich möchte unseren jüdischen Mitbürgern und der Gemeinde meine volle Unterstützung zusichern“, schrieb Darmanin. Auf Wunsch von Präsident Emmanuel Macron würden „alle Mittel mobilisiert“, um den Täter zu finden. Nach Angaben aus seinem Umfeld wird der Innenminister im Laufe des Samstags nach La Grande-Motte reisen.
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