Baugrundstücke in Mecklenburg-Vorpommern haben sich im vergangenen Jahr erheblich verteuert. Nach Berechnungen des Statistischen Amtes des Landes lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bauland zur wohn- und gewerblichen Nutzung 2025 bei 85,04 Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 59 Prozent.
Erfasst wurden sämtliche 1391 Kauffälle – 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich sank die insgesamt verkaufte Fläche um 29 Prozent auf knapp zwei Millionen Quadratmeter.
Gut die Hälfte des 2025 veräußerten Baulandes war laut Statistikamt baureifes Land für den Wohnhausbau. Solche Grundstücke liegen in der Regel an bestehenden Straßen und sind häufig bereits parzelliert, was sie für private Bauherren besonders attraktiv macht. Entsprechend höher fällt der Preis aus: Für baureifes Wohnbauland zahlten Käufer im Landesdurchschnitt 111,40 Euro pro Quadratmeter.
Große Preisunterschiede zwischen Küste und Binnenland
Die regionalen Abweichungen sind erheblich. An der Spitze steht die Hansestadt Rostock mit einem Durchschnittspreis von 448,41 Euro pro Quadratmeter für baureifes Wohnbauland. Es folgen Schwerin mit 195,18 Euro, der Landkreis Rostock mit 175,83 Euro, der Landkreis Vorpommern-Rügen mit 129,16 Euro sowie Nordwestmecklenburg mit 113,36 Euro.
Unterhalb der 100-Euro-Marke bewegten sich die Durchschnittspreise in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald (97,11 Euro), Mecklenburgische Seenplatte (70,61 Euro) und Ludwigslust-Parchim (66,14 Euro).
Preise in der Seenplatte mehr als verdoppelt
Auch die Entwicklung verläuft regional sehr unterschiedlich. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat sich der Durchschnittspreis für baureife Grundstücke binnen eines Jahres mehr als verdoppelt – 2024 lag er dort noch bei 33,37 Euro pro Quadratmeter. Gestiegen sind die Quadratmeterpreise dem Amt zufolge auch in Schwerin (2024: 158,61 Euro), im Landkreis Rostock (2024: 162,22 Euro), in Vorpommern-Rügen (2024: 113,43 Euro), in Vorpommern-Greifswald (2024: 74,43 Euro) und in Ludwigslust-Parchim (2024: 50,74 Euro).
Gegen den Trend sanken die Preise in der Hansestadt Rostock, wo 2024 noch 460,47 Euro pro Quadratmeter aufgerufen wurden, sowie im Landkreis Nordwestmecklenburg mit zuvor 119,91 Euro.
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