Die Technische Hochschule Brandenburg (THB) in Brandenburg an der Havel hat am Montag mit einem virtuellen Auftakttreffen die Arbeit am Forschungsprojekt „Digital Health Security Research Hub“ (DHS-RH) aufgenommen. Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen gelten als kritische Infrastruktur und sollen mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) besser vor Cyberangriffen geschützt werden. Dafür sollen Forscher und Praxispartner aus mehreren europäischen Ländern ihr Wissen bündeln.
Das Projekt läuft seit dem 15. September und ist auf ein Jahr angelegt. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert es in der Programmlinie „HAW-Europanetzwerke“. Beim Auftakttreffen legten die Beteiligten nach Angaben der Hochschule die operativen Weichen für die Zusammenarbeit.
Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Michael Pilgermann, Professor für Angewandte Informatik, insbesondere IT-Sicherheit, an der THB. Er leitet dort seit 2021 die Forschungsgruppe „MedSec – IT-Sicherheit in der medizinischen Versorgung“. Partner in Deutschland sind die Technischen Hochschulen Ingolstadt und Nürnberg, vertreten durch Patrizia Heinl und Andrius Patapovas. Hinzu kommen internationale Partner unter anderem aus Griechenland, Norwegen, Großbritannien und Spanien.
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Medizinische Einrichtungen geraten nach Einschätzung der Hochschule immer stärker ins Visier von Cyberkriminellen. Die Forschung zur KI-gestützten Cybersicherheit im Gesundheitswesen finde bislang meist isoliert statt. Das Hub soll deshalb als zentrale Anlaufstelle für die Vernetzung dienen und als Plattform für den Austausch von Wissen und Methoden.
„Die Cyberbedrohungslage macht auch für Gesundheitseinrichtungen nicht an Landesgrenzen halt“, sagte Pilgermann. Das Projekt binde Experten und Ergebnisse aus laufenden und früheren Forschungsprojekten ein, „um das Rad nicht zwei Mal zu erfinden“. Auch politische Entscheidungsträger auf EU-Ebene seien zur Mitarbeit eingeladen.
Die drei deutschen Hochschulen arbeiten bereits seit mehreren Jahren im Arbeitskreis für Digitale Sicherheit in der Gesundheitsversorgung der Gesellschaft für Informatik (GI) zusammen. Diese Kooperation wird nun international erweitert.
Netzwerk der TH Brandenburg soll EU-Fördermittel beantragen
Das Netzwerk soll nach dem Willen der Hochschule auch nach Ende der einjährigen Förderung aktiv bleiben. Erklärtes Ziel ist es, daraus ein Konsortium zu bilden, das sich bei der EU um weiterführende Fördermittel bewirbt.
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Informationen zum Projekt stehen unter www.dhs-rh.eu.
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