BERLIN. Die Idee des Berliner Kultursenators Thomas Flierl (PDS), am ehemaligen Checkpoint Charlie ein Museum des Kalten Krieges einzurichten, stößt bei SPD-Politikern auf Widerstand. "Ich habe nichts dagegen, dass der Kalte Krieg Teil des Gedenkkonzeptes ist", sagte Bundestagspräsident Wolfgang Thierse der Berliner Zeitung. Bei dem Namen "Museum des Kalten Krieges" bestehe aber die Gefahr, dass der Schrecken der Mauer und das hundertfache Leid wegen der Toten an der ehemaligen Grenze relativiert werden."Die Mauer war ein Unterdrückungsinstrument", sagte Thierse. Er forderte ein "vernünftiges Konzept für die Erinnerung und das Gedenken an die Toten". Das private Mahnmal mit den Holzkreuzen habe nicht seinen Geschmack getroffen, "das Anliegen fand ich aber gut", sagte Thierse. Auch der Berliner SPD-Chef Michael Müller kritisierte die Pläne von Senator Flierl. Seite 21
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